Kachelmann-Prozess

06. Juni 2011 12:48; Akt: 06.06.2011 15:01 Print

Staatsanwalt legt Revision ein

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat offiziell Revision gegen den Freispruch des Wettermoderators Jörg Kachelmann eingelegt.

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Vorerst kein Ende im Justizmarathon um Jörg Kachelmann: Gegen den Freispruch des Schweizer Wettermoderators vom Vorwurf der Vergewaltigung legt die Staatsanwaltschaft nun Revision ein. Sie dient vorerst der Urteilsprüfung.

Die Staatsanwaltschaft legte gegen den Freispruch des 52-Jährigen Revision eingelegt. Das teilte die Behörde am Montag mit. Das Mannheimer Landgericht hatte Kachelmann am vergangenen Dienstag aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der Vergewaltigung seiner Ex- Geliebten freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft hingegen hatte in dem 44 Verhandlungstage andauernden Prozess eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten für Kachelmann gefordert.

Man wolle nun erst die schriftlichen Urteilsgründe prüfen, sagte der zuständige Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge am Montag. Dann werde entschieden, ob die Revision aufrechterhalten werde.

Formelle Verfahrensfehler gebe es aus bisheriger Sicht zwar nicht, sagte Oltrogge. Es gehe vielmehr um Fragen der stichhaltigen Beweiswürdigung durch das Gericht und darum, ob die Indizienkette nochmals überprüft werden müsse.

Entscheide im Herbst

Die Kammer hatte zur Begründung des Freispruchs darauf verwiesen, dass die Indizien sowohl für als auch gegen Kachelmann sprechen könnten und ihn aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Das Landgericht hat nun dreieinhalb Monate Zeit, die schriftliche Urteilsbegründung zu verfassen und der Staatsanwaltschaft zu überstellen. Oltrogge rechnet damit, dass sie spätestens Ende September vorliegen wird.

Danach ist die Staatsanwaltschaft erneut am Zug und hat einen Monat Zeit, «die Revision zu begründen und zu prüfen, ob wir die Revision auch durchführen», so Oltrogge. «Im Oktober wissen wir, wohin die Reise geht.»

Wie es im Justizkrimi um Kachelmann weitergeht, dürfte damit frühestens im Herbst feststehen: Im Falle einer Revision hätte dann der Bundesgerichtshof (BGH) zu entscheiden. Sollte der BGH Rechtsfehler feststellen, wird das Verfahren an das Landgericht Mannheim zurückgegeben.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marcel Kt. Schwyz am 06.06.2011 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Eine Schande für die deutsche Justitz! Ein 2.-klassiger Staatsanwalt der auf Teufel komm raus eine Verurteilung will, Alice Schwarzer, die Frauen unterstützt, die eine Anzeige aus verletzten Gefühlen erstatten! Das darf nicht sein! Jede Frau kann eine Anzeige erstatten, und der Beklagte steht mit dem Rücken zur Wand. Ist das Gerechtigkeit?! In diesem Fall sind die sogenannten Opfer wirklich die Täter - oder doch nicht?!

  • Altherr Elvis am 06.06.2011 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    schlechte Verlierer

    das passt ja... Anscheinend wollen es die beiden übereifrigen Staatsanwälte einfach nicht wahrhaben und verhalten sich nun wie trotzige "Kinder" denen ,man den Lolly geklaut hat.. lasst doch den Mann endlich mal in Ruhe sein Ruf ist sowieso im Eimer und das die Ex-Geliebte gelogen hat ist ja nichts Neues

  • Hermann am 06.06.2011 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    Reine Schlamm-Schlacht die nichts bringt

    Nach 11 oder mehr Beziehungs-Jahren sieht die ganze Sache nach einer Abrechnung aus - darum sollte ein Kachelmann-Freispruch gültigkeit haben, und nicht nochmals aufgerollt werden, weil nachträglich nur noch mehr gelogen wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hermann am 06.06.2011 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    Reine Schlamm-Schlacht die nichts bringt

    Nach 11 oder mehr Beziehungs-Jahren sieht die ganze Sache nach einer Abrechnung aus - darum sollte ein Kachelmann-Freispruch gültigkeit haben, und nicht nochmals aufgerollt werden, weil nachträglich nur noch mehr gelogen wird.

  • Altherr Elvis am 06.06.2011 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    schlechte Verlierer

    das passt ja... Anscheinend wollen es die beiden übereifrigen Staatsanwälte einfach nicht wahrhaben und verhalten sich nun wie trotzige "Kinder" denen ,man den Lolly geklaut hat.. lasst doch den Mann endlich mal in Ruhe sein Ruf ist sowieso im Eimer und das die Ex-Geliebte gelogen hat ist ja nichts Neues

  • Marcel Kt. Schwyz am 06.06.2011 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Eine Schande für die deutsche Justitz! Ein 2.-klassiger Staatsanwalt der auf Teufel komm raus eine Verurteilung will, Alice Schwarzer, die Frauen unterstützt, die eine Anzeige aus verletzten Gefühlen erstatten! Das darf nicht sein! Jede Frau kann eine Anzeige erstatten, und der Beklagte steht mit dem Rücken zur Wand. Ist das Gerechtigkeit?! In diesem Fall sind die sogenannten Opfer wirklich die Täter - oder doch nicht?!