Freispruch für Kachelmann

08. Juni 2011 09:59; Akt: 08.06.2011 10:55 Print

Auch Sabine W. legt Revision ein

Die Klägerin im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann gibt nicht auf: Sabine W. legt Revision gegen den Freispruch ein.

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Kachelmann ist definitiv freigesprochen. Staatsanwalt und Nebenklägerin zogen ihre Anträge auf Revision zurück. . Das Landgericht Mannheim hat den Wettermoderator Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Nach Auffassung der Richter reichten die Indizien nicht für eine Verurteilung aus. Das Urteil wurde im Gerichtssaal mit Jubel aufgenommen. Es ging ein Aufschrei durch das Publikum. Schon Stunden vor dem Urteilsspruch hatten sich über hundert Menschen vor dem Gericht versammelt, um eingelassen zu werden. Die Verteidigung hatte im Plädoyer den Freispruch für Jörg Kachelmann gefordert. Das mutmassliche Opfer habe aus Rache und Hass gelogen, sagte die Rechtsanwältin Andrea Combé vor dem Landgericht Mannheim. Wegen fehlender objektiver Beweismittel stehe Aussage gegen Aussage. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung der 38-jährige Radiomoderatorin Sabine W. gefordert. dem vorletzten Prozesstag, gibt die Staatsanwaltschaft intime Details über den Wettermoderator preis und hält ihn weiter für schuldig. Am 41. Prozesstag, am gab Kachelmann vor Gericht bekannt, dass er während des Prozesses die Studentin Mirjam geehelicht hat. Jörg Kachelmann hat das Steuer übernommen: Zur fuhr der Wettermoderator selbst vor. Die Schweizer Zeugin wurde in Zürich von der Staatsanwaltschaft I befragt. Die ehemalige Freundin von Kachelmann ist von vertreten worden. Über ihre Aussage wollte der Anwalt keine Auskunft geben. Die Befragung sei aber gesittet gewesen, so Landmann. Die deutschen Medien hatten die Frau zu einer Belastungszeugin für den Wettermoderator hochgeschrieben. «Diese Schilderungen waren teilweise falsch und verletzend für meine Mandantin», so Landmann vor den Medien. Der neue Mann an Jörg Kachelmanns Seite: für den Wettermoderator im Rampenlicht. Seine bisherigen Verteidiger Klaus Schroth und Reinhold Birkenstock wurden per sofort vom Mandat entbunden. war kurz und bündig: «Ich habe der 5. grossen Strafkammer des Landgerichts Mannheim heute angezeigt, dass ich nicht mehr Verteidiger von Herrn Kachelmann bin», schrieb er den Medien. Kachelmann hatte sich entschieden von Johann Schwenn zu vertreten zu werden. Mit Birkenstock musste auch Verteidiger Klaus Schrott gehen. mit ihrem Anwalt vorfuhr, hielt sie sich ein Buch vor das Gesicht. Titel: «Der Soziopath von nebenan». Die Suche nach Antworten einer verzweifelten Frau? Ein Zeichen an die Öffentlichkeit? Sicher ist: Vor der entscheidenden Phase des Prozesses kein Zufall. Runde 10 im Prozess gegen Jörg Kachelmann: der an Jörg Kachelmann ging und eine Zeugin versprach, die den Wettermoderator entlasten könnte. Jörg Kachelmann trifft am beim Bezirksgericht Mannheim ein. benutzt Kachemlmann (links) einen Hintereingang, um ins Gerichtsgebäude zu gelangen. Neben ihm sein Anwalt Ralf Höcker. Kachelmann am Landgericht Mannheim. Statt einer Verhandlung wurde gleich vertagt. Für Überraschung sorgte Kachelmanns mutmassliches Opfer. die Kachelmann schwere Vergewaltigung vorwirft, erschien ebenfalls vor Gericht. Aussagen muss sie aber erst später. Kachelmann und seine Verteidiger haben am ersten Prozesstag (6.9.2010) jedoch alle verblüfft: Zum Prozessauftakt haben sie einen gegen zwei Richter gestellt. Die Richter mussten die Sie wird nun am Montag, 13.9. weitergeführt. Mit dieser Entwicklung hatten am Montagmorgen, 6.9.2010, wohl nicht gerechnet, als sie kurz nach neun Uhr Platz nahmen. rechts neben den Richtern, kurz bevor der Befangenheitsantrag gestellt wurde. Der Prozess gegen Kachelmann war auch ein Medienprozess. nahmen am Prozess teil. die Verteidiger von Kachelmann. Zuvor war der Wettermoderator angereist. Der Prozess gegen den Wettermoderator war am ersten Prozesstag ein gewaltiges standen zahlreiche Schaulustige vor dem Landgericht Mannheim Schlange. Die war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Sie sind alle gekommen, um den Prozess gegen diesen Mann zu sehen: Jörg Kachelmann. Dieses Bild zeigt, wie er wurde. Dem 52-Jährigen wird besonders vorgeworfen. Nach seiner Verhaftung am Flughafen in Frankfurt am 20. März ... in der Dort hat er gemäss seinen eigenen Angaben auch gefunden. Bei seinem glaubte man noch, der Wettermoderator bleibe nur kurze Zeit in Haft. Schon damals betonte Kachelmann gegenüber den Medien:

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Der Vergewaltigungsprozess ist für Jörg Kachelmann noch nicht vom Tisch: Nach der Staatsanwaltschaft hat nun auch die Nebenklägerin und Anzeigeerstatterin Sabine W. Revision eingelegt.

Wie das Landgericht Mannheim in einem Communiqué mitteilt, müssen die Nebenklägerin und ihr Anwalt Thomas Franz innerhalb eines Monats nach der schriftlichen Begründung des Freispruchs von Jörg Kachelmann die Revision begründen. Über eine Revision hätte der deutsche Bundesgerichtshof zu entscheiden.

Kachelmann war am 31. Mai aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Sabine W. hatte ihn beschuldigt, sie im Februar 2010 mit einem Messer zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Der Wettermoderator hatte die Vorwürfe stets bestritten.

(amc/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • derdererist am 08.06.2011 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    eigene meinung

    ob nun sabine W oder jörg kachelmann recht hat, werden wohl für immer nur die beiden wissen, wenn man davon ausgeht dass sie wirklich vergewaltigt wurde, und 1. instanzlich frei gesprochen wurde, wieso tue ich mir die qual dieses prozesses nochmals an? bestraft ist kachelmann so oder so schon und eine verurteilung ist doch sehr schwer zu erzwingen, da es wirklich KEINE Beweise und nur indizien gibt. wenn kachelmann unschuldig ist, würde ich an ihrer stelle eher den prozess vorantreiben, da es ihr wohl bei der allgemeinheit mehr glaubwürdigkeit verschafft.

  • dummific rihm am 08.06.2011 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    unnötig

    lächerlich. lasst die sache jetzt ruhen. er wird auch in zweiter instanz nicht verurteilt werden aus mangeln an beweisen. das kostet nur geld und den letzten nerv den mist nocheinmal hören zu müssen.

  • Roberta am 08.06.2011 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Hochachtung

    Wie stark muss die Frau sein und wie gross ihr Verlangen nach Gerechtigkeit. Bravo! Ich wünsche ihr viel Erfolg, denn ich glaube ihr!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger S am 09.06.2011 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Hobla

    Also Sie hatte ja schon auf der ganzen Welt die besten chancen bzw. Richter in Mannheim - verlor trotzdem. Jede andere instatz wird ohne langes zögern alles abschmettern, ausser es kommen auf wundersame weise Beweise hervor. es war ja schon lächerlich den prozess/Uhaft aus mittels indizien so lange hinaus zu zögern.

  • derdererist am 08.06.2011 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    eigene meinung

    ob nun sabine W oder jörg kachelmann recht hat, werden wohl für immer nur die beiden wissen, wenn man davon ausgeht dass sie wirklich vergewaltigt wurde, und 1. instanzlich frei gesprochen wurde, wieso tue ich mir die qual dieses prozesses nochmals an? bestraft ist kachelmann so oder so schon und eine verurteilung ist doch sehr schwer zu erzwingen, da es wirklich KEINE Beweise und nur indizien gibt. wenn kachelmann unschuldig ist, würde ich an ihrer stelle eher den prozess vorantreiben, da es ihr wohl bei der allgemeinheit mehr glaubwürdigkeit verschafft.

  • Madeleine am 08.06.2011 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    erneuter Geldsegen für Kachelmann

    Super dann kriegt Kachelmann noch mehr Geld vom Staat.Man wird nicht beweisen können sonst hätten die Richter dies schon lange rausgefunden- erneut FReispruch mit grossem Geldsegen!

    • Hans am 08.06.2011 15:10 Report Diesen Beitrag melden

      Geld ?

      Geldsegen ? Er hat um die 1mio Euro für seine Verteidigung ausgegeben und bekam um die 3500.- Euro zurück und du redest hier von Geldsegen ect.

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  • Lukas am 08.06.2011 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Kachelmann wirds freuen!

    Herr Kachelmann wird wahrscheinlich nicht mal unglücklich darüber sein, dass es weitergeht! 1. hat er den besten Anwalt für Revisions-Prozesse! und 2. wird er davon ausgehen, dass RA Schwenn im Revisions-Verfahren einen Freispruch 1. Klasse (wenn man dem mal so sagen will) erreichen wird. Meiner Meinung nach ist das sogar sehr realistisch.

    • Christoph Rüegg am 08.06.2011 13:50 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Beschwer, kein Revisionsrecht!

      @Lukas:Bitte nichts behaupten, wovon Sie nichts verstehen! Kachelmann hat gar kein Revisionsrecht, da er, wie die Juristen sagen, durch das erstinst. Urteil nicht beschwert ist. Also kann Schwenn auch nichts "erreichen". Noch weitere Fragen, die Sie schon immer stellen wollten, sich aber nicht getrauten?

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  • Frosch am 08.06.2011 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Bild 5 wirft Fragen auf

    Auf Bild 5 scheint die Dame zu lächeln. Warum ?

    • R. Funden am 08.06.2011 14:34 Report Diesen Beitrag melden

      Wer lächelt da?

      Man sehe nach: Die Kachelmann-Fraktion und sonst niemand. Vielleicht kommt das Lächeln wieder. Ich würde es Sabine W. wünschen.

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