Kachelmanns Ex

15. Juni 2011 17:50; Akt: 15.06.2011 18:30 Print

«Ich war fassungslos»

Sie brachte Jörg Kachelmann vor den Richter, jetzt bricht die Ex-Freundin des Wettermoderators erstmals ihr Schweigen und erhebt schwere Vorwürfe.

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Am 20. März 2010 platzte die Bombe. Jörg Kachelmann wird am Flughafen Frankfurt verhaftet und in U-Haft gesteckt. Hinter der Verhaftung stand der Vorwurf der Vergewaltigung, erhoben durch die Ex-Freundin des Wetterfroschs. Die 38-Jährige schwieg lange. Jetzt, zwei Wochen nach dem Urteilsspruch, wagt sie den Gang an die Öffentlichkeit. Auf der neuesten Ausgabe der «Bunte» ist die blonde Radiomoderatorin erstmals zu sehen. Und in einem langen Interview spricht Claudia D. über die vergangenen Monate - und den Moment, als der Richter das Urteil verlas.

«Ich war fassungslos, völlig fassungslos. Ich konnte es nicht glauben, dass dieses Gericht nicht die Wahrheit sehen wollte», sagt Claudia D. Dass sie vom Richter bei der Urteilsbegründung als «potenzielle rachsüchtige Lügnerin» dargestellt wurde, habe sie zutiefst getroffen. «Wer mich und ihn kennt, zweifelt keine Sekunde daran, dass ich mir diesen Wahnsinn nicht ausgedacht habe», sagt sie in dem Exklusiv-Interview und ergänzt: «Ich bin keine rachsüchtige Lügnerin.»

Claudia D. glaubt, dass sie in dem aufsehenerregenden Prozess von Anfang an keine Chance gehabt habe gegen «den lustigen Wetteronkel aus dem Fernsehen». Ihm traue die Öffentlichkeit nichts Böses zu. «Bei mir hiess es stets, ich wolle mich nur rächen, mich wichtig machen und von seinem Geld profitieren.»

Auf eine Anzeige würde Claudia D. heute verzichten. «Ich würde jeder Frau abraten, ihren Peiniger anzuzeigen, wenn dieser reich ist und sich mit Geld freikaufen kann.» Trotzdem hat nach der Staatsanwaltschaft auch Claudia D. Revision eingelegt. Über die Zeit seit der Verhaftung von Kachelmann sagt Claudia D.: «Ich bin in den vergangenen Monaten so oft gestorben, das kann sich keiner vorstellen.»

(meg)