Schicksalsfrage

11. Mai 2018 18:15; Akt: 11.05.2018 18:39 Print

«Das weiss ich, da habe ich mein Bein verloren»

Bei «Wer wird Millionär» hat der Brite Gareth Kendall die Antwort auf eine knifflige Frage gewusst. Es ging um einen Ort, der sein Leben prägte.

Kannte die Antwort, weil er sein Bein verloren hat: Gareth Kendall. (Video: Tamedia/Who Wants To Be A Millionaire?/ITV)
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In der britischen Ausgabe von «Wer wird Millionär» machte Gareth Kendall aus dem englischen Halifax alle sprachlos. Bei der Frage um 125'000 britische Pfund (umgerechnet knapp 170'000 Franken) gab der Teilnehmer ohne zu zögern die richtige Antwort – zuerst erklärte er aber, wieso er sich so sicher war: Es ging um den Namen einer Ortschaft, bei der sich vor einigen Jahren sein Leben total verändert hatte.

«An diesem Ort habe ich mein Bein verloren»

«Die Ruinen von Schloss Urquhart liegen am Ufer von welchem See?», lautete die Frage. Darauf meinte Kendall: «Das weiss ich, weil ich dort mein Bein verloren habe.» Moderator Jeremy Clarkson verstummte für ein paar Sekunden. Kendall gab an, dass sich das Schloss am Loch Ness befinde, und erzählte dann, dass er im Mai 2012 den Ort besuchen wollte, als er in einen Verkehrsunfall geriet, der ihn fast das Leben kostete.

Eine sehr emotionale Sendung

«Ich stand mehrmals am Rande des Todes. Die Ärzte sagten meiner Familie, ich hätte nur noch zwei Prozent Chancen, zu überleben», erzählte der Barbesitzer weiter. Als Folge des Unfalls mussten die Ärzte sein linkes Bein amputieren. Heute trägt Kendall eine Prothese. An seinem rechten Bein liess er sich danach ein Tattoo stechen: Ein Pfeil zeigt auf die Prothese, dazu steht in grossen Buchstaben: «Mit einem Fuss im Grab».

Auf Social Media gratulierten die Zuschauer Gareth Kendall für seinen Mut. «Ich freue mich so für ihn. Das nennt sich Schicksal!», twitterte ein Nutzer. Eine Frau meinte, die Sendung vom Mittwochabend habe sie zu Tränen gerührt.

Bei der nächsten Frage um 250'000 Pfund war der Millionen-Traum für Teilnehmer Kendall aus, wie «Daily Mail» berichtet. Die Frage um Londoner Museen konnte er nicht mehr richtig beantworten. Die 125'000 Pfund nahm er aber mit nach Hause.

(kle)