Helipilot

15. Februar 2011 23:34; Akt: 16.02.2011 07:57 Print

«Bei der Attacke hatte ich Todesangst»

von Désirée Pomper - Ein Berner attackierte mit Schnee- und Eisbrocken einen Helikopter der AirGlaciers. Nun stellte sich der 35-Jährige der Wallisser Polizei.

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Pilot Bertrand Rätz (oben) bangte um sein Leben. Der dreifache Vater wurde auf dem Wildhorn mit Schnee und Eis beworfen. (zvg/key)

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Helikopterpilot Bertrand Rätz ist noch immer aufgewühlt: «Ich hätte nie gedacht, dass jemand zu solch einer Tat fähig ist.» Letzten Samstag wollte er zwei Passagiere zum Heliskiing auf dem Hochgebirgslandeplatz Wildhorn im Wallis absetzen, doch weil zwei Unbekannte diesen blockierten, liess er die Insassen etwas unterhalb des Platzes im Schwebeflug aussteigen. «Plötzlich spürte ich einen Schlag. Als Schneebrocken auf der Frontscheibe zerschellten, begriff Rätz, dass einer der beiden Männer mit einer Schaufel vom etwa 15 Meter höher gelegenen Landeplatz den schwebenden Helikopter mit Schnee und Eis bewarf. «Ich hatte Todesangst», sagt Rätz, der in diesem Moment weder richtig landen noch abheben konnte. «Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Eisbrocken die empfindlichen Rotoren beschädigt hätten – ich habe drei kleine Kinder.»

Der Täter, ein Berner, stellte sich gestern Abend der Polizei. «Er sagte, er sei sich der Tragweite der Tat nicht bewusst gewesen», sagt Renato Kalbermatten von der Kapo Wallis. Über sein Motiv ist noch nichts bekannt. Rätz vermutet «militanten Umweltaktivismus». Umweltschützer bekämpfen Heliskiing im Wallis seit Jahren mit Störaktionen. «Sollte die Untersuchung ergeben, dass die Wurfaktion zu einem Absturz des Helikopters hätte führen können, müsste wegen Störung des öffentlichen Verkehrs, Gefährdung des Lebens oder gar wegen versuchter Tötung ermittelt werden», so Strafrechtsanwalt David Gibor. Auf Letzteres stehen bis zu 20 Jahre Freiheitsstrafe.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pierre Müller am 16.02.2011 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Er sollte mind. 10 - 15 Jahre kriegen.

    Man sollte immer erst überlegen, dann handeln. Sollte sich bewahrheiten, das den Passagieren sowie der Besatzung das Leben in Gefahr war, hätte es zu einem Absturz geführt, müsste die Strafe voller Härte ausgesprochen werden. Ich weiss es selbst, wie empfindlich Helikopter und Rotoren sind. Da muss man nicht mal grosses Wissen darüber haben.

  • Flieger am 16.02.2011 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ökoterroristen

    Diese Ökoterroristen sollen zur höchstmöglichen Strafe verurteilt werden. Und zwar beide, der eine der geworfen hat und der andere, weil er es nicht verhindert hat. Diese Ökofundis glauben sie dürfen sich alles erlauben. Richtig hart bestrafen und gut ist.

  • toni am 16.02.2011 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    heldentat

    ein teil der umweltaktivisten sind fanatiker. die frage ist erlaubt, wie kommt es, dass er auf dem hochgebirgslandeplatz auf den helikopter gewartet und an der landung gehindert hat. und jetzt behauptet er: er habe nicht gewusst, was für eine sträfliche "heldentat" er mit der eiswurfaktion gemacht habe.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom am 16.02.2011 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Vernunft?

    Keine Toleranz zwischen der Menschheit Egoismus pur! Keiner gönnt dem anderen etwas! Und die Umweltaktivisten sehen die Bergwelt als Eigentum. Wilde Tiere auf dem Gletscher? Soviel zum Thema Naturkenntnis! Dafür aber sich retten lassen, wenn das Bein gebrochen ist, der REGA Pilot fällt ja mit seinem ganzen können einfach vom Himmel?? Und sich aber natürlich das Holz, Essen, in die SAC Hütte fliegen lassen und den Abfall runter, da fliegt der Heli dann mit Luft?? Aber sie kommen ja zum Glück zu fuss aus den Städten hoch in die Berge..Gesetztenfalls ja vielleicht mit dem Umweltfreundlichen Zug..

  • Tiggy am 16.02.2011 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn einer...

    ...gegen Heliskiing ist, ist mir das eigentlich Egal. Aber lasst doch die paar wenigen Leute die das in der CH betreiben in Ruhe! Stellt doch das mal ins Verhältnis mit allen Lärm-, Abgas- und anderen -Emissionen. Verbietet Autos, verbietet Züge, verbietet Flugzeuge, verbietet Arbeiten, verbietet jegliche Freizeitbeschäftigung, verbietet das Leben! Was habt Ihr davon?

  • max hart am 16.02.2011 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    iq von 6?

    das ist einfach nur dämlich. alles was älter als 10 jahre ist weis genau was er tut und mit ein wenig nachdenken wäre auch dem typen in den sinn gekommen, dass gefährlich ist...

  • maeder1 am 16.02.2011 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    beide unnötig. Helisiing sowie diese Tat

    Ich unterstütze solche Taten nicht, aber Heliskiing ist wirklich nicht nötig und absolut überflüssig. Jene, welche unberührte Hänge möchten können auch hinauf gehen...

  • T.G. am 16.02.2011 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Verständlich

    Ich würd mich auch aufregen wenn ich 6 stunden auf den Gipfel laufen und dann kommen ein paar Gutbetuchte mit dem Helikopter einfach so da rauf. Hört doch auf mit diesem schwachsinn, wenn jemand nicht fähig ist auf den gipfel zu laufen hat er dort oben auch nichts verloren. Herr Rätz suchen sie einen sinnvollen job!