Skateboard-Raser

02. Juni 2011 15:38; Akt: 02.06.2011 15:39 Print

«Das Verrückteste, was ich je gesehen habe»

Der Schweizer Skate-Raser Dominic Emmenegger sorgte am Donnerstag für Chaos im Autobahntunnel. Vor Gericht zeigte er Reue. Doch vorerst sitzt er in Australien fest.

storybild

Dominic Emmeneggers Höllenritt durch den Burnley-Tunnel in Melbourne. (Bilder: Facebook/Screenshot)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bevor Dominic Emmenegger zu seinem Höllenritt ansetzte, rauchte er zwei Zigaretten und trank einen Kaffee. Dann setzte er die Kopfhörer auf, drehte AC/DC auf und raste in den Burnley-Tunnel. Das war am Donnerstagmorgen um 7.35 Uhr in Melbourne. Mittlerweile kennt die halbe Welt die Geschichte des Schweizer Tunnel-Rasers. Im Internet verbreitete sich der halsbrecherische Ritt durch den Autobahn-Tunnel in Windeseile.

Emmenegger ist mittlerweile zurück im Hotel. Dort läute das Telefon ununterbrochen, sagt ein Mitarbeiter zu 20 Minuten Online. Alle suchen den Schweizer und wollen seine unglaubliche Geschichte hören.

Eine Geschichte, die Paul Roche nie mehr vergesse. «Das ist das Verrückteste, was ich je in einem Tunnel gesehen habe», sagte der Augenzeuge der «Herald Sun». Alle seien wohl froh, dass es nicht zu einem Unfall gekommen ist. Und Ken Lay, der Stellvertretende Polizeichef sagte, der Mann könne glücklich sein, dass er noch lebe.

«Es tut ihm leid»

Nach seiner halsbrecherischen Fahrt wurde Emmenegger verhaftet und musste sich vor Gericht verantworten. Sie sei sich nicht sicher, ob der Schweizer ein Draufgänger sei oder ob er mit seiner Aktion Aufmerksamkeit erzielen wollte, sagte Staatsanwälting Jelena Popovic gemäss «Herald Sun». Verteidigerin Cecily Hollingworth hingegen versicherte, Emmenegger habe nun realisiert, was er angestellt habe. «Er macht sich seinetwegen keine grossen Sorgen. Aber es tut ihm leid, dass er die Leute im Tunnel so schockiert hat», wird Hollingworth zitiert. Emmenegger bekannte sich vor Gericht schuldig.

Wie die Zeitung weiter berichtet, wurde der Schweizer gegen Kaution freigelassen. Den Pass und das Skateboard musste er jedoch abgeben. Zudem muss er sich täglich beim Polizeiposten melden. In zwei Wochen wollte der 21-Jährige offenbar zurück in die Schweiz reisen. Vorerst sitzt er in Melbourne fest: Das Urteil soll am 14. Juni verkündet werden.


(meg)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Titanus am 03.06.2011 03:17 Report Diesen Beitrag melden

    absichtliche Grobfahrlässigkeit

    Riskiert das Leben von unschuldigen Leuten um Ruhm zu ernten. unverständlich!

  • peti am 03.06.2011 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    tatsächlich ein trottel

    wie schon gesagt, ein völliger trottel und ziemlich sicher noch stolz drauf. ein blick auf seine facebook pinnwand ist empfohlen. der typ ist quasi 7/24 online und brabbelt seit einem tag wie wild von irgendwelchem charity zeugs. englisch kann er auch nicht wirklich. kurz gesagt ein dufte typ. freu dich auf die riesige rechnung

  • Gutzi am 03.06.2011 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Und die Presse

    bietet solchen Idioten auch noch eine Plattform.

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimmy bastardo am 07.06.2011 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    nicht auf oeffentlichen strassen

    ich hatte mal ne idee, mit den rollschuhen an einem motorrad anhaengen und einen weltrekord zu machen, aber auf einem abgespertten flughafen!

  • Peter am 07.06.2011 02:33 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Gefahr für sich selber

    So einem darf man kein Fahrausweis mehr in die Hand geben, so ein ist eine Gefahr für sich und für die Mitmenschen

  • maria am 06.06.2011 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    rücksicht auf auf andere nehmen

    und er gefärdet eben doch nicht nur sein eigenes leben! ich weiss ja nicht, wie es anderen geht, doch mein leben wäre recht dahin, wenn ich in einem tunnel einen skater anfahren, schwer verletzen oder gar töten würde... auch wenn mir selber kein haar gekrümmt würde. schon mal daran gedacht?

  • Armin Steiner am 05.06.2011 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Grinsen?!

    Ich finde das du mit deiner Aktion nicht nur das eigene Leben aufs Spiel gesetzt hattest, sondern auch noch mit deinem Grinsen auf dem Zeitungsartikel eine Coolness ausstrahlst, die nicht nötig wäre. Finde es echt schade, dass du deine Aufmerksamkeit so verdienen musstest! Das du ja etwas blödes gemacht hattest, weisst du ja bereits. Ich hoffe das du das nicht mehr machst.

    • Trasher am 07.06.2011 14:06 Report Diesen Beitrag melden

      hhmm..

      ..ich glaube eher das dies ein archiv foto (facebook oder so) ist und nicht ein foto das nach der aktion gemacht wurde. oben steht ja, er siehe aus wie ein terminator mit all den schürfwunden...nur so by the way

    einklappen einklappen
  • Maynard J. K. am 05.06.2011 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Stell dir vor.

    Du fährst mit deinem Auto in einen Tunnel. Plötzlich fährt ein Skateboarder vor die Schnauze. Reflexhandlung, Ausweichmanöver. Kollision mit einem anderen Auto. Beifahrer (Mutter, Vater, Schwester, Bruder, Frau, Freundin) tot. Danke. Und danke an alle die diesen Typenl auch noch unterstützen.

    • Manuel Steiner am 06.06.2011 10:29 Report Diesen Beitrag melden

      Pessimisten

      Ihr geht immer vom schlimmsten aus-.- Seit nicht so pessimistisch, ist ja alles gut gegangen.

    einklappen einklappen