Kritik nach Höhlendrama

16. Juli 2018 08:13; Akt: 16.07.2018 09:12 Print

Musk nennt britischen Taucher «Pädo»

US-Tech-Magnat Elon Musk bot bei der Rettung der Fussball-Buben in Thailand seine Hilfe an. Dafür brachte er eigens ein Mini-U-Boot in die Höhle. Zum Einsatz kam das Gefährt nicht.

Diese Bilder teilte Elon Musk nach seinem Besuch in der Höhle in den sozialen Medien. Mittlerweile sind die 12 Buben und ihr Trainer befreit. (Video: Tamedia/AP)
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Einer der Taucher, der beim Höhlendrama in Thailand im Einsatz war, hat den Nutzfaktor von Elon Musks U-Boots kommentiert: «Er kann sich sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut», sagte der Brite Vern Unsworth dem US-Nachrichtensender CNN. Das Angebot Musks, bei der Rettung der zwölf Buben und ihrem Trainer behilflich zu sein, sei «nur ein PR-Gag» gewesen.

Unsworth weiter: «Es bestand absolut keine Chance, dass es funktioniert. Er hatte keine Vorstellung davon, wie es in der Höhle aussieht». Das U-Boot wäre «nicht einmal 50 Meter weit in die Höhle reingekommen».

Diese Aussagen wollte Musk nicht auf sich sitzen lassen. Auf Twitter schlägt der Tesla Gründer zurück und betont, dass sein Mini-U-Boot ohne Probleme bis zur Höhle 5, in der die Eingeschlossenen festsassen, gelangt wäre. «Sorry Pädo-Typ, du wolltest es so», so Musk. Für die Aussage hagelte es heftige Kritik. Ein Twitter-User schreibt etwa: «Warum bezeichnen Sie einen Helden als pädophil? Was ist los mit Ihnen?» Musks Tweet wurde mittlerweile gelöscht.


Mehr als zwei Wochen sassen zwölf Buben, allesamt Mitglieder eines Fussballteams, und ihr Trainer in einer Höhle im Norden Thailands fest. Spezialtaucher retteten sie in einer mehrtägigen Aktion. Die letzten Kinder wurden am Dienstagabend aus der Tham-Luang-Höhle befreit.

Das erwartet die befreiten Buben

An Tag zwei der Rettungsaktion stand US-Unternehmer Elon Musk vor dem Höhleneingang, im Gepäck ein Mini-U-Boot seiner Firma SpaceX. Nach dem Fussballteam der Buben, «Wild Boars», getauft, hoffte Musk, das Gefährt in «Kindergrösse» könne als Rettungskapsel dienen. Zum Einsatz kam es aber nie – laut dem Einsatzleiter war es ungeeignet für die Verhältnisse vor Ort.


Fussballmanschaft in Höhle eingesperrt

(jdr)