Migranten als Täter

07. Januar 2016 10:59; Akt: 07.01.2016 16:14 Print

«Die meisten waren frisch eingereiste Asylbewerber»

Nach dem Sex-Mob in Köln sind Auszüge aus einem Polizeibericht veröffentlicht worden. Er zeigt, wie hilflos die Einsatzkräfte der Menge gegenüberstanden.

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Mob von 1000 Menschen: In der Silvesternacht hatten am Kölner Hauptbahnhof überwiegend aus dem nordafrikanischen Raum stammende Täter massive Übergriffe auf Frauen und Diebstahlsdelikte verübt. (31. Dezember 2015). Auch in Hamburg kam es zu Übergriffen: Diese beiden Männer sollen in der Silvesternacht eine Frau sexuell genötigt haben. Die Männer sollen vom 18-jährigen Opfer erkannt worden sein. In Hamburg sind bislang über 200 Anzeigen eingegangen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (l.) dementiert die Anschuldigungen, wonach versucht worden sei, die Vorfälle der Silversternacht in Köln herunterzuspielen. (Archivbild) Härtere Gangart: Innenminister Thomas de Maizière (links) informiert die Medien über den Entscheid einer Verschärfung des Sexualstrafrechts. (12. Januar 2016) Marokko und Algerien nehmen ihre kriminellen Landsleute nach Aussagen der Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens nicht zurück: Hannelore Kraft in der ARD-Sendung «Hart aber fair». (11. Januar 2016) Mehrere Hundert Pegida-Anhänger haben sich am Kölner Hauptbahnhof zu einem Demonstrationszug formiert. (9. Januar 2016) Die Polizei stoppt den Pegida-Zug nach einigen hundert Metern, drängt ihn zum Bahnhof zurück und löst die Demonstration schliesslich auf. (9. Januar 2016) Zur selben Zeit findet sich eine viel grössere Menschenmenge zu einer Gegendemonstration, ebenfalls am Kölner Hauptbahnhof, ein. (9. Januar 2016) «Bitte habt keine Angst»: In Köthen verteilen syrische Flüchtlinge ein Schreiben. (8. Januar 2016) Ein Mitglied der deutsch-tunesischen Gemeinschaft übergibt Passanten Blumen vor dem Kölner Bahnhof. (7. Januar 2016) Die Kölner Polizei hatte in der Silvesternacht Verstärkung von Kollegen aus Duisburg abgelehnt: Einsatzwagen vor dem Kölner Hauptbahnhof. (5.1.2015) Wurden heftig kritisiert: Bürgermeisterin Henriette Reker und Polizeipräsident Wolfgang Albers an einer Pressekonferenz in Köln. Albers soll nun abgesetzt worden sein. (5.1.2015) Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker kündigte ein stärkeres Polizeiaufgebot und den Einsatz mobiler Videokameras an. (5. Januar 2016) Der deutsche Justizminister Heiko Maas spricht auf Twitter von «abscheulichen Übergriffen»: Alle Täter müssten konsequent zur Rechenschaft gezogen werden. «So kann die Polizei nicht arbeiten»: Innenminister Thomas de Maizière kritisierte das Vorgehen der Polizei. Frauen protestieren und kritisieren indirekt auch die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Merkel. (5. Januar 2016) «Wir schweigen nicht» und «Wir haben die Schnauze voll» – Frauen demonstrieren gegen die Gewalt auf offener Strasse. (5. Januar 2016) Kanzlerin Angela Merkel, hier während der Neujahrsansprache, drückte «ihre Empörung über diese widerwärtigen Übergriffe und sexuellen Attacken aus». Raubüberfälle und sexuelle Übergriffe: Mehrere Männergruppen haben in der Silvesternacht am Kölner Bahnhof Frauen attackiert. (31. Dezember 2015) Feuerwerk in die Masse: Zusätzlich zu den Attacken sind in der Menschenmenge auch Feuerwerkskörper gezündet worden. (31. Dezember 2015)

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Nach dem Sex-Mob in Köln hat die Polizei 16 mögliche Tatverdächtige identifiziert. Sie stammen «weitestgehend» aus dem nordafrikanischen Raum, teilt die Polizei in Köln mit.

Ein Kölner Polizist sagt jedoch zur «Welt»: «Nur bei einer kleinen Minderheit handelte es sich um Nordafrikaner, beim Grossteil der Kontrollierten um Syrer.» Ein Beamter bestätigt im «Express» die Angaben. Von 15 vorläufig festgenommenen Personen «waren 14 aus Syrien und eine aus Afghanistan. Das ist die Wahrheit. Auch wenn sie schmerzt.» In der «Welt» erklärt der Beamte: «Vorrangig ging es den meist arabischen Tätern um die Sexualstraftaten oder, um es aus ihrem Blickwinkel zu sagen, um ihr sexuelles Amüsement.» Er ergänzt: «Die meisten waren frisch eingereiste Asylbewerber.»

Mittlerweile sind Auszüge aus einem Polizei-Protokoll an die Öffentlichkeit gelangt. Der Einsatzerfahrungsbericht, der der Zeitung «Bild» vorliegt, stammt von einem leitenden Polizisten.

21.45 Uhr
«Schon bei der Anfahrt zur Dienststelle an den HBF Köln wurden wir von aufgeregten Bürgern mit weinenden und geschockten Kindern über die Zustände im und um den Bahnhof informiert», heisst im Bericht. Die Beamten seien mit Böllern beworfen worden, zudem seien Feuerwerkskörper «wahllos» in die Menschenmenge geworfen worden.

22.45 Uhr
Der Bahnhofsvorplatz habe sich weiter mit «Menschen mit Migrationshintergrund gefüllt». «Frauen mit Begleitung oder ohne durchliefen einen im wahrsten Sinne Spiessrutenlauf durch die stark alkoholisierten Männermassen, wie man es nicht beschreiben kann.»

Der «massive Pyrogebrauch» habe zugenommen. «Wir kamen zu dem Entschluss, dass die uns gebotene Situation (Chaos) noch zu erheblichen Verletzungen, wenn nicht sogar zu Toten führen würde.»

23.30 Uhr
Die Polizei begann mit der Räumung oberhalb der Domtreppe. Dabei seien die Beamten mit Feuerwerkskörpern und Flaschen beschossen worden. «Erschwerend bei der Räumung neben der Verständigung waren die körperlichen Zustände der Personen aufgrund des offensichtlichen massiven Alkoholgenusses und anderer berauschender Mittel (z.B. Joint)», zitiert die «Bild» aus dem Bericht.

00.15 Uhr
Die Räumung wurde beendet. Es sei wieder zu Auseinandersetzungen und Raubüberfällen gekommen. «Im Einsatzverlauf erschienen zahlreiche weinende und schockierte Frauen/Mädchen bei den eingesetzten Beamten und schilderten sex. Übergriffe durch mehrere männliche Migranten/ -gruppen.»

Die Polizei hätten jedoch nicht jedem Opfer helfen können. Auch eine Identifizierung der Täter sei nicht möglich gewesen. «Die Einsatzkräfte konnten nicht allen Ereignissen, Übergriffen, Straftaten usw. Herr werden, dafür waren es einfach zu viele zur gleichen Zeit.» Im Bericht heisst es wörtlich: «Aufgrund der ständigen Präsenz der Einsatzkräfte und aufmerksamer Passanten im Bahnhof, konnten vollendete Vergewaltigungen verhindert werden.»

Platzverweise seien häufig wirkungslos geblieben. Betreffende Personen seien immer wieder zurückgekehrt und machten sich einen «Spass aus der Situation». «Ich bin Syrer, ihr müsst mich freundlich behandeln! Frau Merkel hat mich eingeladen», war gemäss Bericht einer der Sprüche, den sich die Beamten anhören mussten.

07.30 Uhr
Ende des Polizeieinsatzes.

(NXP)