Augenzeugen

11. März 2011 09:23; Akt: 11.03.2011 12:21 Print

«Es wurde stärker und stärker»

Das schwere Erdbeben in Japan legte weite Teile des Landes lahm. Augenzeugen berichten, wie sie die dramatischen Momente erlebten.

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Nach einem starken Nachbeben wurde am 8. April 2011 im abgeschalteten Atomkraftwerk Onagawa ein Wasserleck entdeckt. Das Wasser stammt aus dem Becken der Reaktoren 1 und 2, in denen verbrauchte Brennelemente gelagert werden. Rund um den Reaktor sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Der Meiler ist seit dem verheerenden Erdbeben vom 11. März abgeschaltet. Am 12. März 2011 ruft Japan den atomaren Notstand aus: Im Atomkraftwerk Fukushima 1 kam es möglicherweise zu einer Kernschmelze. Nach Angaben eines Experten des Geologischen Instituts der USA war das Beben vor der Küste Japans das stärkste in der Region seit beinahe 1200 Jahren. Natori City im Nordosten Japans nach der verheerenden Katastrophe. Zerstörte Häuser in Iwaki, nachdem die Tsunami-Welle über die Küste gefegt war. Häuser und Autos wurden durch die Monsterwelle in Kesennuma ins Meer getrieben. In Sendai wurde ein Grossteil des Flughafens überflutet, Autos und Flugzeuge wurden mitgerissen. In Tokio kam es am Abend zum Verkehrschaos. Gestrandete Personen ruhen sich in einer Hotellobby in Tokio aus. Züge und U-Bahnen waren nach dem Erdbeben in der Metropole ausser Betrieb. Eine Strasse in Yakubi wurde durch das Erdbeben massiv zerstört, Autos wurden mitgerissen. Die Tsunami-Welle schüttete den Flughafen von Sendai zu grossen Teilen zu. Die Häuser in der Nähe des Flughafens hielten der gewaltigen Flut nicht stand. Auch Natori City wurde vom Tsunami stark getroffen. Durch das Erdbeben geriet in Ichihara eine Ölraffinerie in Brand. Der Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. Durch den anschliessenden Tsunami wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. In Sendai, im Osten Japans, überrollte die Tsunami-Welle ganze Häuserzeilen. Hier verschlingt die Tsunami-Welle Sendai. Ganze Landstriche - wie hier in Sendai - wurden von der massiven Welle überflutet. Durch den gewaltigen Tsunami kippten in Hachinohe City Schiffe, zahlreiche Autos wurden durch die Strassen gespült. In Mito City erdrückte eine eingestürzte Mauer dutzende Autos. Besorgte japanische Touristinnen verfolgen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul über einen Bildschirm die Ereignisse in ihrer Heimat. Eine Frau telefoniert auf den Strassen Tokios, nachdem Bürogebäude im Finanzdistrikt von Japans Hauptstadt evakuiert wurden. Das schwerste Erdbeben seit 140 Jahren hat massive Zerstörung über das Land gebracht. Hier eine Aufnahme aus Soma, Fukushima, im Norden Japans. In Tokios Finanzdistrikt haben sich Notfallteams aufgestellt. Aufnahmen aus der Region Fukushima, rund 200 Kilometer nördlich von Tokio, zeigen das Ausmass der gewaltigen Flutwelle. In Sendai stehen nach dem Erdbeben Gebäude in Flammen. Ein Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. In einer Hafenstadt wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. Von einem Helikopter aus wurde der Tsunami gefilmt, der in der Provinz Niata in der Nähe der Stadt Sendai auf Land traf. Der Tsunami führte zahlreiche Trümmer mit. Darunter auch Autos und Schiffe. Sogar Feuer wurden mitgeschwemmt. Kurz darauf rollte bereits ein weiterer Tsunami heran. Nach dem sehr schweren Erdbeben war auch die Millionen-Metropole Tokio betroffen. Eine schwarze Rauchsäule stieg auf. In Ichihara ist ein Treibstofflager in Flammen aufgegangen. Das japanische Parlament in Tokio tagte gerade, als die Erde bebte. Premierminister Naoto Kan (Mitte vorne) war auch dabei. Reporter der Associated Press in Tokio gehen während des Erdbebens in Deckung. Pendler in Tokio gehen zu Fuss entlang den Geleisen.

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Am Freitag um 14.46 Uhr Ortszeit bebte in Japan die Erde. Der Australier Andrew Stevens, der in Tokio lebt, schildert gegenüber «Fairfax Media», wie er die dramatische Situation erlebte. Es habe «klein» begonnen, sei aber immer «stärker und stärker» geworden. «Es bebte während zwei bis drei Minuten», schrieb Stevens in einer E-Mail. Andere Kommunikationsmittel gibt es derzeit nicht: «Die Mobilfunk- und Telefonnetze funktionieren nicht mehr.» Es seien auch zwei Stunden nach dem Beben «ständig» Nachbeben zu spüren, berichtet Stevens weiter.

Auch Miki Isakari erlebte dramatische Momente: Sie befand sich zum Zeitpunkt des Bebens im 20. Stock eines Hochhauses in Tokio. «Es war schrecklich: Ich konnte nicht mehr auf den Beinen stehen, alles fiel herunter. Das Gebäude gleich nebenan fing sogar Feuer», schrieb die Studentin per E-Mail an 20 Minuten Online.

In Tokio gerieten zahlreiche Hochhäuser ins Wanken. Einige Gebäude seien in Brand geraten, berichtete der Radiosender NHK. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden. Auch aus der Präfektur Miyagi wurden zahlreiche Verletzte gemeldet. In weiten Teilen des Landes wurde der Flug- und Zugverkehr eingestellt, so teilweise auch am Hauptstadtflughafen Narita.

Kein Strom in vier Millionen Häusern

Die Tokioter U-Bahn-Gesellschaft, die täglich sechs Millionen Menschen befördert, stellte ebenfalls sofort ihren Dienst auf neun Strecken ein. Auch der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen stoppte den Betrieb. Der Hafen der japanischen Hauptstadt schloss sofort alle 19 Wasserschleusen - wegen des möglicherweise zu erwartenden Tsunamis.

In vier Millionen Gebäuden in und rund um Tokio wurde kurz nach dem Beben die Stromzufuhr abgestellt. Über das genaue Ausmass der Schäden konnten die Behörden zunächst keine genauen Angaben machen. Es wird aber mit massiven Schäden gerechnet.

(kle/fum)