Schweizer verkauft Kind

09. März 2011 11:48; Akt: 09.03.2011 14:53 Print

«Ich bezahlte 300 Euro für Sex mit seinem Sohn»

Pietro M. hat weltweit mehrere Kinder missbraucht – auch in der Schweiz. Ein Vater soll dem Pädophilen sein Kind verkauft haben.

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Das soll Pietro M. sein: Der Lehrer hat gestanden, mehrere Kinder sexuell missbraucht zu haben - auch in der Schweiz.

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Das Geständnis des 31-jährigen Pietro M. ist schockierend. Der Lehrer aus der süditalienischen Provinz Matera hat den Behörden gestanden, dass er mehrere Kinder sexuell missbraucht hat. Er suchte keine Ausreden und keine Alibis, sondern erzählte seine bestialische Geschichte «kühl und klar». Wie die italienische Zeitung «La Gazzetta del Mezzogiorno» schreibt, hat er zwei seiner behinderten Schüler missbraucht und ging immer wieder im Ausland auf sexuelle Streifzüge – in Laos, Vietnam, Thailand und der Schweiz.

«Ich habe mir von einem Schweizer Vater für 300 Euro Sex mit seinem fünfjährigen Kind gekauft», erklärte Pietro M. bei der Befragung durch die Staatsanwaltschaft. Der Lehrer war im vergangenen Sommer während einer grossangelegten Aktion aufgeflogen. Die Bilder der grausamen Tat aus dem Jahr 2007 in einem «Ort nahe Zürich» fotografierte M. und stellte sie ins Internet – damit sich weitere Pädophile daran ergötzen könnten, schreibt die Zeitung in Anlehnung an die Vernehmungsprotokolle.


Vater machte beim Missbrauch mit

Der Kontakt zum Schweizer Vater kam in einem Chat zustande. «Er verwendete den Spitznamen ‹Dad of Spain› und lud mich zu sich ein», so M. weiter. Wo der Besuch stattfand, wusste M. nicht mehr. Dave - wie sich der Schweizer nannte - habe ihn in Zürich am Bahnhof abgeholt. Er, M., habe noch Geld an einem Automaten abgehoben, die Polizei könne den Ort also zurückverfolgen. «Ich übergab es ihm am Morgen nach dem Missbrauch», so M. weiter. Sie einigten sich auf 300 Euro.

Pietro M. sagte, er habe zunächst den Jungen in der Badewanne fotografiert. Der Vater war während des Missbrauchs anwesend. «Dave liess sich später von seinem Sohn oral befriedigen und ich fotografierte weiter», so M. «Anschliessend überliess er den Jungen mir.» Gemäss M. habe er das Kind während des Schlafs oral und anal missbraucht.

Er wisse nicht, ob der Vater das Kind unter Drogen gesetzt habe. «Ich sah, wie er dem Buben Cola gab, ich weiss aber nicht, ob andere Sachen darin enthalten waren.» M. will von Dave seit der Tat 2007 nichts mehr gehört haben. Im Zuge der Befragung sagte der Italiener aus, dass er angenommen habe, Dave sei verhaftet worden, schreibt «Le Matin». «Ich las im Mai 2009, dass in der Schweiz ein Mann verhaftet worden sei, der sein Kind verkauft hatte», zitiert ihn die Westschweizer Zeitung, welche ebenfalls Einblick in die Dokumente der Behörden hatte.


Hockt der Vater bereits im Knast?

Tatsächlich führt die Staatsanwaltschaft Frauenfeld ein Verfahren gegen einen heute 33-jährigen Deutschen wegen des dringenden Verdachts auf sexuelle Handlungen mit Kindern. Wie die Kantonspolizei in einem Mail an 20 Minuten Online schreibt, soll der Beschuldigte an seinem damaligen Wohnort im Kanton Thurgau vom Sommer 2007 bis zu seiner Verhaftung im Mai 2008 seinen damals siebenjährigen Sohn missbraucht und über einschlägige Internetforen Kontakt mit anderen Pädokriminellen geknüpft haben.

Ob es sich um dieselbe Person handelt, konnte die Polizei wegen des Persönlichkeitsrechts nicht bestätigen. Allerdings schreibt die Polizei, dass «internationale Ermittlungen auf die Spur des teilweise geständigen» Mannes führten, was trotz unterschiedlichen Altersangaben des Kindes auf denselben Täter hinweist. Der Festgenommene aus dem Thurgau sitzt im vorzeitigen Strafvollzug in der Schweiz. Der Sohn ist in der Obhut der Behörden.

Ebenfalls unter Tatverdacht standen im Mai 2009 zwei Schweizer Väter. Wie die «SonntagsZeitung» damals berichtete, hatte die Polizei beim Deutschen und den beiden Schweizern den dringenden Verdacht, dass sie ihre drei Söhne zwischen sechs und elf Jahren missbraucht, sich gegenseitig angeboten und möglicherweise auch an weitere Männer vermittelt hatten. In Haft wurde gemäss der SonntagsZeitung damals nur der 33-jährige Deutsche genommen.

(amc/frb)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike am 09.03.2011 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Menschen

    Diese Taten zeigen mal wieder das der Mensch zu allem fähig ist. So Traurig und erschütternd das es ist... Willkommen in den tiefsten abgründen der Menschlichen Seele....

  • Mike am 09.03.2011 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    gerechte Strafe?

    Diese Tat ist schockierend. Doch wer glaubt, dass diese Menschen eine GERECHTE Strafe erhalten, verschliesst die Augen. Die einzige gerechte Strafe ist eine Verwahrung; und nicht eine Therapie o. Ä.

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  • Claudia am 09.03.2011 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wegschliessen

    Was für Menschen sind das? Eltern die ihre Kinder selbst missbrauchen und verkaufen. Männer die kleine Kinder brauchen um sexuell befriedigt zu werden. Grauenhaft. Kinder sollten ihren Eltern vertrauen können ohne Wenn und Aber. Schliesst den Typen weg und den "Vater" unbedingt auch. Am besten für immer... und werft den Schlüssel weg. Für sowas hab ich kein Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • mg am 10.03.2011 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Teil 2 nicht wegschauen

    Also hört endlich auf Mensch vorzuverurteilen und Lernt wieder hinzuschauen und zu zuhören. Verurteilt endlich die Täter und nicht die Opfer. Veränderungen bei einem Missbrauchs Opfer sind ganz klar zu erkennen. Und lieber eine Meldung zuviel an die Behörden als einer zu wenig.

  • mg am 10.03.2011 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Teil 1 nicht weg schauen

    Ich bin selber als Junge mehrfach sexuell missbraucht worden. Mein Leben wurde dadurch massiv geprägt und ich Lebe heute von einer IV Rente. Der Gesellschaft kostet allein mein Fall (Rente, Therapie, Medikamente usw) bis zu meinem ableben ca. Fr. 2 Millionen. Kosten die sich die Gesellschaft sparen könnte würde man nicht immer wegschauen. 90% des Missbrauchs findet in der Familie statt. In meinem Fall haben alle weggeschaut, Familie, Lehrer usw. Heute werde ich wie ein Aussätziger von der Gesellschaft behandelt. Ein Invalid dem man nichts ansieht der kann ja nur ein Betrüger sein.

    • Deliziosa am 10.03.2011 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber MG

      Ich glaube wir hatten schonmal das Vergnügen? Wie Sie in dem Kommentar von Vera und dessen Kommentatorin lesen können, gibt es auch solche denen das Passiert ist und die es geschafft haben damit umzugehen.. Es hat wahrscheinlich auch was mit dem Charakter des jeweiligen zu tun! die 2 Mio sind wahrscheinlich sogar untertrieben... Ich stimme ihnen aber absolut zu, es sollte nicht weggeschaut werden!! und lieber einmal mehr Meldung gegeben werden als einmal zu wenig...

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  • Erika Nydegger am 09.03.2011 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Dunkelziffer unbekannt

    Ein Täter hat gesprochen und alle entsetzen sich...als ob solche Geschichten neu wären... dabei würden die meisten nicht mal merken wenn es direkt vor ihrer Nase passiert... die Wenigen die erwischt werden sind nur die Spitze des Eisberges.

    • regula stark am 10.03.2011 11:51 Report Diesen Beitrag melden

      ist es denn ein Grund...

      sich nicht zu entsetzen? Auch wenn es allzu oft passiert macht es das nicht besser. Wer nicht mehr entsetzt reagiert muss also abgestumpft sein...

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  • Unglaublich am 09.03.2011 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Unglaublich, unglaublich. Da fehlen einem nur die Worte... tragisch. Auffallend ist, dass es immer nur Männer sind. Was ist mit pädokriminellen Frauen, von denen es auch viele geben soll, die aber auch oft an diesen Geschehnissen teilhaben?

  • Felix am 09.03.2011 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Von oben bis unten ein tiefer Riss

    Mein Gott ist das schrecklich. Keine Ahnung was mit diesen "Menschen" los ist. Wie wird man so? Wie um alles in der Welt wird man so? Mir schiessen die Tränen in die Augen... Das ist so unendlich traurig. Unendlich traurig... Bitte helft diesen Kindern.

    • Bea am 10.03.2011 07:17 Report Diesen Beitrag melden

      Mein Gott; ja ich hoffe du hast Jesus Christus ang

      Wie man so wird?? genau das will niemand hören, das ist alles seit dem Sündenfall so, solche Menschen sind besessen!! Es gibt Menschen die Glauben man tut nichts böses oder schadet niemandem wenn man sich einen Hindu-Gott auf seinen Körper tätowiert, na ja so ganz harmlos ist dies alles nicht. Leider gibt es den Teufel, ob man dies nun glauben will oder nicht. Charles Manson hatte sich ein Sonnenrad oder Hakenkreuz auf seine Stirn tätowiert und seht mal was der getan hat. Ach ja, es heisst nicht das nur tätowierte besessene sind.

    • Dominik am 10.03.2011 08:53 Report Diesen Beitrag melden

      Oh mein Gott

      Liebe Bea, deine naivität macht mir sorgen. Ich möchte dich nur kurz darauf hinweisen, dass es manchmal katholische, weisse, untätowierte Männer sind, die solche Taten begehen. Zu glauben, man müsse nur an Gott glauben, um solche Taten zu verhindern, hat unsere Gesellschaft erst an diesen Punkt gebracht! Hier geht es nicht um Gott und Teufel, sondern um unsere Gesellschaft, die, nicht zuletzt dank dem Katholizismus derartig degeneriert ist, dass die Schwächsten unter uns oftmals keine Chance haben. Und das ganze hat nichts, aber auch überhaupt nichts mit Körperschmuck zu tun!

    • Noro am 10.03.2011 17:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Bea

      Ihr Kommentar ist hoffentlich nicht ernst gemeint. Ich bin von unten bis oben tätowiert und habe noch nie jemandem etwas schlimmes angentan. Und oh Schreck-ich glaube auch nicht an Gott.

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