Untersuchung der MH17-Opfer

29. Juli 2014 17:01; Akt: 29.07.2014 17:01 Print

«Leichenteile wahllos in Säcke gestopft»

Die Identifikation der Opfer von Flug MH17 erschüttern selbst Experten. Es wird offenbar kaum möglich sein, alle Opfer zu identifizieren.

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Beim Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs über der Ukraine sind 194 Niederländer ums Leben gekommen. Jetzt werden die Leichen in einer Kaserne in der niederländischen Stadt Hilversum obduziert – oder was davon noch übrig ist.

Polizeichef Gerard Bouman zieht eine schockierende erste Bilanz der forensischen Puzzlearbeit: «Was wir in den Leichensäcken aus der Ukraine vorgefunden haben, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Es ist abscheulich», wird er von der ARD Tagesschau zitiert.

Schwer zu verarbeiten

Dieser Anblick sei trotz der vielen Erfahrung nur schwer zu verarbeiten. «Ich versuche mich so respektvoll wie möglich auszudrücken, aber in diese Säcke sind einfach wahllos Körperteile – mal kleine, mal grosse – gestopft worden», sagt er.

Die ersten Opfer wurden bereits identifiziert. Dass dies aber bei allen Passagieren der Unglücksmaschine möglich sein wird, bezweifelt Boumann. «Diese Menschen wollen einfach nur wissen, ob ihre Liebsten zurück in den Niederlanden sind. Ich würde ihnen gerne etwas anderes sagen, aber die Chance ist meist nicht sehr gross.»

(pat)