Taifun

10. Juli 2014 05:05; Akt: 10.07.2014 05:05 Print

«Neoguri» tobt auf japanischer Hauptinsel

Auf der Hauptinsel Kyushu fiel nach dem Auftreffen des Taifuns am Donnerstag in Tausenden Haushalten der Strom aus. Zwei Menschen starben bereits wegen «Neoguri».

Bildstrecke im Grossformat »
Im Südwesten Japans gab es am 10. Juli die ersten Todesopfer. Teile einer zerstörten Brücke, ein Transporter und massenhaft Treibgut liegen im Flussbett des Nashizawa bei Nagano. Sintflutartiger Regen und starker Wind: Passanten in Kawasaki kommen am nur mühsam voran. Betroffen sind auch weitere beliebte Ferieninseln wie hier auf der Insel Okinawa. Der Taifun «Neoguri» sorgte im Ort Uruma für Zerstörung. Die Behörden warnen vor Erdrutschen. Beschädigte Fisch-Käfige an der Küste der südkoreanischen Insel Jeju. Meterhohe Wellen prallten auf die Ostküste Südkoreas. Eine verlassene Strasse auf Okinawa. Am Dienstag, 8. Juli, traf der gewaltige Taifun Neoguri auf die südwestjapanische Inselregion. Eine halbe Million Bewohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. In Naha auf Okinawa hat der Taifun mehrere Bäume gefällt. «Neoguri» bewegte sich am Dienstagmittag (Ortszeit) mit einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde über dem Meer weiter in Richtung Norden. Die Windgeschwindigkeit nahe des Zentrums betrug mehr als 250 Kilometer pro Stunde. Die Schiffe, die im Hafen von Itoman auf der Insel Okinawa festgemacht sind, müssen den heftigen Winden trotzen. Frauen kämpfen am 8. Juli 2014 in der Stadt Naha auf Okinawa gegen die heftigen Regenschauer. Schiffe werden befestigt und in Sicherheit gebracht. Starke Winde werden in der Stadt Naha auf der japanischen Insel Okinawa erwartet. So zieht der Super-Taifun über Japan. Der Taifun «Neoguri» von einem Satelliten aufgenommen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Taifun «Neoguri» hat am Donnerstag den Südwesten Japans heimgesucht. In Tausenden von Haushalten auf der Hauptinsel Kyushu fiel der Strom aus. Hunderttausende wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, berichtete der Sender NHK am Donnerstag.

Der Verkehr auf Kyushu sowie der kleineren Hauptinsel Shikoku wurde beeinträchtigt. Rund 200 Flüge wurden gestrichen. Auch Bus- und Zugverbindungen waren unterbrochen.

12-Jähriger starb bei Erdrutsch

Die Bewohner in weiten Teilen des Landes müssen sich auf Überschwemmungen, Erdrutsche und hohe Wellen einstellen. Zwar schwächte sich «Neoguri», koreanisch für «Waschbär», ab, doch in vielen Gebieten gingen heftige Regenfälle nieder.

In der Provinz Nagano wurde am Vortag das Haus einer vierköpfigen Familie von einem Erdrutsch getroffen, der zwölfjährige Sohn kam dabei ums Leben. In Fukushima im Nordosten ertrank ein Mann in einem Fluss.

Die japanische Regierung wollte am Donnerstag ein Krisentreffen zum Umgang mit dem Taifun abhalten. Es wurde damit gerechnet, dass der Sturm weiter entlang des Inselstaats zieht.

(ann/sda)