Flut in Thailand

30. März 2011 21:01; Akt: 30.03.2011 21:01 Print

«Nur wenige schafften es aufs Kriegsschiff»

Von der thailändischen Insel Koh Tao kommt man zurzeit nicht weg. Und Sandra Müller schaffte es aufs Festland, hat aber keine Lust mehr auf Tanzen im Regen.

storybild

Aussicht von Sabrina Müllers Hotelzimmer. (Bild: Sabrina Müller)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach den tagelangen Regengüssen in Südthailand haben Armee und Marine mit der Evakuation von Touristen von den Inseln begonnen. Doch die rauhe See erschwert die Evakuierung per Schiff. Der Fährbetrieb zur Insel Koh Tao musste eingestellt werden, von Koh Samui evakuieren die Streitkräfte nun per Hubschrauber.

Zahlreiche Schweizer und Deutsche sind vom Unwetter betroffen. «Von meiner auf Koh Tao festsitzenden Tochter erfahre ich soeben, dass die Evakuierung vor einer Stunde abgebrochen werden musste. Nur ganz wenige Touristen haben es auf die Kriegsschiffe geschafft», schreibt Rolf-Dieter Mönning aus Deutschland 20 Minuten Online.

Tanzen im Regen

Auch Sandra Müller ist in Thailand gestrandet. Gestern schaffte sie es jedoch auf einer Fähre von der Insel Phi Phi in die Stadt Phuket. Ihre Ferien sind aber buchstäblich ins Wasser gefallen. Auf einer Bootstour wurde sie von einer Regenwand erfasst, als sie und weitere Touristen am Drehplatz vom Film «The Beach» waren. Mit Party ist auch nichts. «Zwar ist Tanzen im Regen auch mal was, aber nicht für jeden Abend», so Müller. Insgesamt habe sie sechs Stunden Sonne gesehen. «Theoretisch habe ich noch 2 Wochen hier auf Thailand. Wird es nicht besser, dann werde ich wohl früher zurückkommen.»

Gegenüber der Nachrichtenagentur SDA beziffern die Schweizer Reiseveranstalter Kuoni, TUI und Hotelplan die Zahl ihrer Gäste im Hochwassergebiet in Südthailand mit rund 30, hauptsächlich auf der Ferieninsel Koh Samui. Die Personen seien wohlauf und würden bald die Heimreise antreten, lassen die Reisebüros ausrichten. 80 Personen wollen demnächst ins Krisengebiet reisen.

(job)