Mysteriöses Verschwinden

13. Dezember 2011 15:15; Akt: 13.12.2011 15:39 Print

«Wir hoffen Tag und Nacht auf Alex»

Der 24-jährige Alex Reich ist vor zwölf Wochen auf den Philippinen verschwunden. Sein Vater hat vor Ort die Suche intensiviert: Er bittet die philippinische Bevölkerung um Hilfe.

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Vermisst: Alex Reich.

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Mit einem SMS hat sich der 24-jährige Alex Reich Ende September das letzte Mal bei einem Freund in Manila gemeldet. «I am in a white car with friends – coming soon», schrieb er – angekommen aber ist der junge Mann nie. Seither fehlt jede Spur von Alex, berichtete die «NZZ am Sonntag».

Nun hat der Vater am Dienstag in Manila eine Medienkonferenz abgehalten: «Wir hoffen Tag und Nacht, bald unseren Sohn in den Armen halten zu können», sagte der Vater des Vermissten. Die Medienkonferenz war der Auftakt einer Kampagne, um die Fahndung nach dem vermissten Schweizer zu intensivieren. Wie Danni Härry, Sprecher der Familie des Vermissten, aus Zürich informierte, waren auch Vertreter der philippinischen Polizei, der Schweizer Botschaft, der Kantonspolizei Zürich und von Interpol anwesend.

Gleichentags wurden in Manila und anderen Orten auf den Philippinen Plakate aufgehängt und tausende Handzettel verteilt. Auch eine Website wurde aufgeschaltet. Zudem hat die Familie eine Belohnung von bis zu 200 000 Pesos (bis zu 4230 Franken) für Hinweise ausgesetzt.

Der 24-Jährige aus Brüttisellen im Kanton Zürich gilt seit dem 22. September als vermisst. Er hatte seit Anfang August in Quezon City nahe Manila eine Englisch-Sprachschule besucht. In der Nacht seines Verschwindens wollte er einen Freund von der Arbeit abholen. Seither hat er sich sich nicht mehr gemeldet, wie Härry den Hergang des Verschwindens erläuterte. Die Behörden befürchten, dass der Vermisste Opfer eines Verbrechens ist. Sie verfolgen mehrere Hinweise und Spuren, hiess es laut Härry an der Medienkonferenz. Mehr Details könnten aber nicht mitgeteilt werden, «ohne die Ermittlungen zu gefährden».

Aussenministerium sagt Unterstützung zu

Die Schweiz ist ebenfalls in der Suche involviert. «Der Vermisstenfall wird mit höchster Priorität behandelt», teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montag auf Anfrage mit. Die Botschaft in Manila sowie die Sektion Konsularischer Schutz in Bern stünden in «regelmässigem Kontakt mit der Familie des Betroffenen» und unterstützten diese. Seit dem Tag der Vermisstmeldung tausche das EDA sich mit den lokalen Polizeibehörden aus, «ebenso mit dem fedpol und den zuständigen kantonalen Strafverfolgungsbehörden, der Kantonspolizei Zürich».

Des Weiteren wurde der Schweizer Polizeiattaché in Thailands Hauptstadt Bangkok eingeschaltet. Dieser solle als Verbindungsmann die Zusammenarbeit zwischen den philippinischen und den Schweizer Behörden unterstützen, während das Bundesamt für Polizei (fedpol) die Verbindung zu den ausländischen Partnerdiensten herstellt. Auch auf Regierungsebene wurde die Schweiz aktiv: Der Botschafter in Manila sprach laut EDA beim philippinischen Aussenministerium vor. Dieses habe «seine Unterstützung zugesagt» und wolle gewährleisten, dass dem Fall «die gebührende Aufmerksamkeit zugeteilt wird».

(amc/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Regi am 13.12.2011 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schon wieder!

    Unsägliches Leid für die Familie zu Hause! Man kann sich nirgends mehr sicher fühlen, auch auf den scheinbar idyllischen Philippinen nicht, wo die Armut eben auch sehr gross ist und viele Menschen so gut wie nichts haben zum Leben. Die Möglichkeiten des freien Reisens waren noch nie so gross, wie heute, aber auch noch nie so gefährlich. Hätte wohl besser eine Schule in U.K. ausgesucht. Hoffentlich erhalten die Eltern bald Klarheit.

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  • h.g am 13.12.2011 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hoffen

    ich hoffe so sehr dass ihr ihn findet!

  • Sarah Brändle am 13.12.2011 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alex

    Ich wünsche Alex und seiner Familie viel Kraft und hoffe, dass es wie bei Kevin ( der von Rebellen auf den Philipinen entführt wurde Bericht heute in der Zeitung ) ein "Gutes" Ende findet!

Die neusten Leser-Kommentare

  • h.g am 13.12.2011 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hoffen

    ich hoffe so sehr dass ihr ihn findet!

  • Sarah Brändle am 13.12.2011 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alex

    Ich wünsche Alex und seiner Familie viel Kraft und hoffe, dass es wie bei Kevin ( der von Rebellen auf den Philipinen entführt wurde Bericht heute in der Zeitung ) ein "Gutes" Ende findet!

  • Saveur am 13.12.2011 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Thrilla in Manila

    Die Philippinen haben sicher einiges zu bieten, aber ungefährlich ist es dort keineswegs, im Gegenteil. Natürlich ist es ein verlockendes Abenteuer, dort statt in London oder Madrid Englisch oder Spanisch zu lernen (Philippinisch wird's ja kaum sein...). Aber eben, sowohl auf gewissen Inseln wie auch in der Hauptstadt Manila herrschen alles andere als ungefährliche Zustände. Ansonsten könnte man sich auch noch die Frage stellen, weshalb die Philippinen in den hiesigen Ferienprospekten nicht viel prominenter vertreten sind....

    • Martina am 13.12.2011 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Und jetzt

      Und was willst du uns damit sagen?? Das er selber Schuld ist oder was??

    • Remi am 16.12.2011 01:34 Report Diesen Beitrag melden

      Was macht denn Trilla noch in Manila?

      Ich lebe seit 2004 aud den Philippinen und habe vorher jedes Jahr seit 1988 meine Urlaube auf den Philippinen verbracht. Dieses Land ist sehr schön und absolut nicht mehr oder weniger gefährlich wir jedes andere Land.

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  • Evi von Allmen am 13.12.2011 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Spendenkonto?

    So eine Suche kostet doch sicher sehr viel Geld. Für eine "normale" Familie ist eine solche finanzielle Belastung doch kaum zu verkraften - neben der Angst und dem emotionalen Stress, den sie eh schon hat. Meine Frage: Gibt es ein Spendenkonto, um die Familie zu unterstützen?

  • Regi am 13.12.2011 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schon wieder!

    Unsägliches Leid für die Familie zu Hause! Man kann sich nirgends mehr sicher fühlen, auch auf den scheinbar idyllischen Philippinen nicht, wo die Armut eben auch sehr gross ist und viele Menschen so gut wie nichts haben zum Leben. Die Möglichkeiten des freien Reisens waren noch nie so gross, wie heute, aber auch noch nie so gefährlich. Hätte wohl besser eine Schule in U.K. ausgesucht. Hoffentlich erhalten die Eltern bald Klarheit.

    • the Rock am 13.12.2011 17:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Regi

      Das Schicksal ist überall auch in Zürich-Schwamedingen von wegen hätte besser eine Schule in U.K. aufgesucht!

    • Regi am 14.12.2011 09:20 Report Diesen Beitrag melden

      ja leider

      @the Rock: Ja, leider - ich weiss - die ganze Welt verkommt langsam zu einem einzigen gefährlichen Ort; wir sind da schon längst nicht mehr auf der sicheren Seite.

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