Hinrichtung in Arizona

25. Juli 2014 10:59; Akt: 25.07.2014 13:04 Print

«Wood hat bei Todeskampf nicht gelitten»

Die Behörden in Arizona weisen die Kritik an der qualvollen Exekution zurück. Es gebe keine Beweise, dass die Hinrichtung des Doppelmörders Joseph Wood verpfuscht worden sei.

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Nach der qualvollen Hinrichtung eines Doppelmörders im US-Bundesstaat Arizona haben die Behörden Vorwürfe zurückgewiesen, der Verurteilte habe gelitten. Dennoch ordnete die Staatsanwaltschaft zunächst eine Aussetzung aller Exekutionen an.

Der Leiter der Strafvollzugsbehörde in Arizona, Charles Ryan, erklärte am Donnerstag (Ortszeit), es gebe bislang «keine medizinischen oder forensischen Beweise», dass die Hinrichtung verpfuscht worden sei. Eine von der Gouverneurin von Arizona, Jan Brewer, angeordnete Untersuchung habe ergeben, dass Joseph Wood während der Hinrichtungsprozedur «komatös» gewesen sei und nicht gelitten habe.

Alle Exekutionen ausgesetzt

Der 55-jährige Wood war am Mittwoch mit einer bislang kaum erprobten Giftmischung hingerichtet worden und rang nach Angaben seines Anwalts und Augenzeugen zufolge nach Verabreichung der Injektion noch fast zwei Stunden mit dem Tod. In der Regel dauert es zehn Minuten, bis ein Todeskandidat nach der Verabreichung des Giftcocktails stirbt.
(Video: Reuters)

Die USA haben derzeit Probleme bei der Versorgung mit den für die Giftinjektionen verwendeten Mitteln. Mehrere US-Bundesstaaten, die noch die Todesstrafe vollstrecken, benutzen deswegen neue, teils wenig erprobte Mittel.

Ryan erklärte allerdings auch, dass die Staatsanwaltschaft in Arizona angeordnet habe, alle Exekutionen zunächst auszusetzen, bis Woods Fall vollständig geklärt sei. Zuvor hatte die EU Arizona aufgefordert, in einem ersten Schritt hin zur Abschaffung der Todesstrafe alle Hinrichtungen auszusetzen.

(sda)