#MeTwo-Debatte

27. Juli 2018 21:50; Akt: 27.07.2018 21:50 Print

«Wurdest du nicht zwangsverheiratet?»

Menschen mit Migrationshintergrund haben oft mit Diskriminierung zu kämpfen. Unter dem Hashtag #MeTwo berichten Betroffene von Alltagsrassismus.

Ali Can hat den Hashtag #MeTwo ins Leben gerufen. Damit will er gegen die Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund kämpfen.

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«Wir brauchen eine ‹MeToo›-Debatte für Menschen mit Migrationshintergrund.» Mit dieser Aussage startet der Deutsche Ali Can den Hashtag #MeTwo. Er ist der Gründer der Hotline für besorgte Bürger und er wurde in der Türkei geboren.

Die Idee für den Hashtag kam Can, als die Debatte über Rassismus im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Fussballnationalmannschaft begonnen hatte. Mittlerweile teilen Tausende Twitter-User aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus.

«Woher stammt ihr Groll?»

Auch Can berichtet von seinen Erlebnissen auf Twitter. Für sein Engagement erntet der 24-Jährige aber nicht nur Lob. Auf Kommentare wie «Lösch dich, Bruder!» reagiert er aber gelassen: «Woher stammt ihr Groll?», fragt Can etwa einen anderen Twitter-User.


Innert weniger Tage wurde #MeTwo zum Trendthema in den sozialen Medien. Die Posts unter dem Hashtag reichen von Erfahrungen aus der Schulzeit und bei der Wohnungssuche bis hin zu Gesprächen mit Fremden an der Supermarktkasse.




Güzin Kar twittert auch unter Hashtag

Der Hashtag hat mittlerweile auch die Schweiz erreicht. Die Schweizer Autorin und Regisseurin Güzin Kar schreibt etwa auf Twitter, sie verfolge #MeTwo und empfehle dies auch allen anderen.





(sil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sarah am 27.07.2018 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht übertreiben

    Oh nein Freunde bitte nicht. Was an diesen Fragen im Tweet rassistisch sein?? Glaubt mir ihr merkt den Unterschied wenn ihr mal vor einem richtigen Rassisten steht.

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  • Blickens Dorfer am 27.07.2018 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit unserer Mentalität leben

    Nicht jammern. Integrieren und die Werte und Traditionen der Schweiz respektieren. Dazu gehört auch Bildung und Arbeit.

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  • Rassismus lehrling am 28.07.2018 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rassismus?????

    Interessant, wenn ich jemanden anrufe und das telefonat abbricht oder beendet wird, dan bedeutet das rassismus! wusste ich gar nicht, man lernt ni aus!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kaya am 28.07.2018 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gawd have mercy

    Die metoo Debatte hat schon zu Beginn genervt... nun kommt sie wieder aufgewärmt... Wenn ich jemanden nach seinen Wurzeln frage bzw. Wo er herkommt dann interessiere ich mich für den Menschen und das hat absolut nichts mit Rassismus zu tun. Metoo, Rassismus, Feminismus, Homophobie... ich kanns nicht mehr hören...

    • lol am 28.07.2018 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kaya

      Aber es gibt halt viele die nicht gerne darüber sprechen wollen. Schlussendlich ist das etwas privates. Wenn du aufgrund deiner Religion oder Herkunft oft diskriminiert wirst und ständg mit Vorurteilen zu kämpfen hast dann wirst du einfach nicht gerne darüber sprechen wollen. Man muss aufpassen was man fragt. Nicht jeder möchte alles über sich preisgeben.

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  • pizzatristessa am 28.07.2018 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Ich bin Berner, aber lebe in Zürich. Oft werde ich gefragt woher ich komme. Ich sage dann, dass ich Schweizer bin, aber sie meinen dann immer: ,, nein, woher kommst du ursprünglich?, was mich zu tiefste verletzt. Richtig schlimm wird es, wenn ich sage, dass ich auch italienischer Staatsbürger bin. ,,Welche ist deine Lieblingspizza? oder ,,Wie stets du zu Berlusconi?, fragen sie oder bemerken, dass ich für einen Italiener zu helle Haut habe und zu introvertiert bin. Ich gehe danach immer nach Hause, esse Spaghetti, lege Patent Ochsner auf und weine mich in den Schlaf.

  • Tom am 28.07.2018 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Überall auf der Welt gibt es Rasimuss und ein Schweizer oder Deutscher in der Türkei wird nicht anderes behandelt als umgekehrt. Und hier sich zu beschweren macht es nicht besser. Wieso gibt es eigentlich die vielen Ausländer Klubs in der Schweiz, wo Türken, Spanier usw unter sich sein wollen, das ist auch Rasimuss.

  • Mensch am 28.07.2018 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @güzin kar Kommentar

    Das von ihr zitierte Gespräch scheint mir von ihrer Seite her rassistisch zu sein. Sie verweist zuerst in abschätziger Form auf die rote Haarfarbe der Pädagogin, zudem unterstreicht Sie, dass sie sich als anderst als das Gegenüber definiert. Ansonsten kenne ich viele der genannten Probleme von balkanstämmigen Freunden.

  • cyan jaeger am 28.07.2018 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gessellschaftlich geförderter Rassismus

    Alltagsrassismus ist in der Schweiz gesellschaftlich akzeptiert und wird dadurch auch gar nicht als solcher wahrgenommen. Die publizierten Hashtags sind fast schon zu deutlich. Es gibt oftmals weniger offensichtliche Verhaltensweisen mit eindeutig diskriminierendem Hintergrund. Was aber nicht ignoriert werden darf: Viele ausländische Bevölkerungsgruppen verhalten sich ebenso diskriminierend anderen gegenüber aber davon wird kaum gesprochen....Rassismuss geht alle an, da wir alle leicht zu Tätern und Opfern werden können.

    • El perro am 28.07.2018 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @cyan jaeger

      Nenn doch mal ein paar Beispiele von nicht offensichtlichem Rassismus.

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