11. Juli 2007 10:51; Akt: 11.07.2007 11:44 Print

13-Jährige bringt Eltern um - wegen Stubenarrest

In der kanadischen Provinz Alberta ist ein heute 13-jähriges Mädchen für schuldig befunden worden, gemeinsam mit ihrem Freund, Vater, Mutter und ihren Bruder ermordet zu haben.

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Im April 2006 bringen in der Kleinstadt Medicine Hat das damals 12-jährige Mädchen und ihr 23-jähriger Freund mit insgesamt 41 Messerstichen Mutter, Vater und den achtjährigen Bruder des Mädchens um. Kurz vor Dämmerung war der Freund in das Haus der Familie eingebrochen, griff die Eltern an und befahl dem Mädchen, auf den Bruder mit einem Messer loszugehen. Grund der Bluttat: Die Eltern hatten das Mädchen zu Stubenarrest verdonnert.

Achtjähriger Bruder flehte um sein Leben

«Ich habe Angst. Ich bin zu jung zum Sterben», soll der Junge um sein Leben gefleht haben, bevor ihm die Kehle aufgeschlitzt wurde. Seine Leiche wurde später in seinem Zimmer zwischen blutverschmierten Spielzeugen gefunden, die Eltern lagen tot im Keller.

Nach der Tat hatte das Mädchen auf der Flucht nach eigener Aussage mit seinem Freund Sex. Am nächsten Tag wurden die beiden schlafend in einem Wagen in der Nachbarprovinz aufgegriffen. Bei ihnen fanden die Ermittler eine Tasche voller Blut triefender Kleidungsstücke, Messer und Habseligkeiten der Mutter des Mädchens.

Der Mann hielt sich für einen Werwolf

Richter, Verteidiger und Ankläger waren sich einig, dass der Freund, der sich selbst für einen Werwolf hielt, die 42 und 48 Jahre alten Eltern des Kindes und den achtjährigen Bruder tötete. Das Mädchen soll laut Anklage aber die grausige Tat mit geplant haben und auf ihren Bruder mehrfach eingestochen haben. Der Mordprozess gegen den heute 24-jährigen Freund steht noch aus. Dem Kind drohen nach dem Schuldspruch bis zu sechs Jahre Haft. Das Strafmass soll am 23. August festgelegt werden.