Bluttat in Argentinien

12. Dezember 2011 11:51; Akt: 12.12.2011 12:04 Print

13-Jähriger soll ganze Familie erstochen haben

In der argentinischen Provinz Mendoza steht ein 13-Jähriger im Verdacht, vier Mitglieder einer Nachbarsfamilie erstochen zu haben. Der Junge wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

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Die vier Leichen werden in der Stadt Las Heras abtransportiert. (Bild: Screenshot: minutouno.com)

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Ein 13-Jähriger steht unter Verdacht, vier Mitglieder einer Nachbarsfamilie getötet zu haben. Die blutüberströmten Leichen wurden in der Stadt Las Heras, in der argentischen Provinz Mendoza, in einem Haus gefunden.

Der Junge räumte lediglich ein, in Notwehr seinen zehn Jahre alten Freund erstochen zu haben. Dieser habe jedoch zuvor die eigene Mutter sowie die eigenen Grosseltern ermordet.

Böser Verdacht

Die Polizei vermutet jedoch, der 13-Jährige könne an allen vier Bluttaten beteiligt gewesen sein. Auch ein Mordpakt der Kinder gegen die Erwachsenen werde nicht ausgeschlossen, berichtete die Zeitung «Clarín».

Die beiden Freunde hatten in der Wohnung des Jüngeren mit dem Computer gespielt. Plötzlich lief der 13-Jährige blutbefleckt über die Strasse in seine Wohnung und erklärte, ein unbekannter Mann habe bei einem Überfall seinen Freund und dessen Familienangehörige ermordet.

Neue Version bei der Einvernahme

Am Freitag gab er jedoch vor einer Staatsanwältin zu, in Selbstverteidigung seinen Freund getötet zu haben, nachdem dieser seine Familie erstochen habe. Der Zehnjährige sei in Wut geraten, als ihn seine Mutter aufforderte, ein T-Shirt anzuziehen.

Die Polizei fand in der Wohnung neben der Leiche des Jungen zwei blutbefleckte Messer. Der 13-Jährige hatte nur eine Schnittwunde an einem Daumen, obwohl die Opfer zahlreiche Stiche aufwiesen.

Vor der Schule ausgeschlossen

Der Pate des ermordeten Jungen erklärte nach Angaben von «Clarín», der Zehnjährige sei seit seinem dritten Lebensjahr wegen Schizophrenie in psychiatrischer Behandlung gewesen. Die Mutter hatte ihn mit neun Monaten adoptiert. Nach mehreren Gewalttaten gegen jüngere Mitschüler wurde er vor 20 Tagen von der Schule ausgeschlossen.

Der 13-Jährige wohnte bei seiner Grossmutter, nachdem ihn seine Mutter verlassen hatte. Er kam vorläufig in eine psychiatrische Anstalt. In Argentinien sind Jugendliche unter 16 Jahren schuldunfähig.

(sda)