Drogenkrieg

31. Oktober 2010 08:35; Akt: 31.10.2010 08:46 Print

14 Spieler auf Fussballfeld erschossen

In Honduras haben mutmassliche Mitglieder einer Drogenbande das Feuer auf Freizeit-Fussballer eröffnet und 14 Menschen erschossen.

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Vermummte fuhren vor und eröffneten das Feuer auf die Spieler. (Bild: AFP)

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Zehn Männer seien auf dem Fussballplatz getötet worden, vier weitere auf dem Weg ins Spital ihren Schussverletzungen erlegen. Dies sagte ein Sprecher des Sicherheitsministeriums. Demnach sich der Vorfall in San Pedro Sula, der zweitgrössten Stadt des Landes, rund 165 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tegucigalpa.

Die Männer bereiteten sich auf ein Spiel vor, als die vermummten Bewaffneten in zwei Fahrzeugen vorfuhren und das Feuer auf Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer mit grosskalibrigen Waffen eröffneten. Örtliche Medien zeigten, wie die Leichen auf einem Transporter gestapelt wurden.

Verbindungen zu Mexiko

Der Grund für das Attentat blieb zunächst unklar. In der Region kämpfen mehrere Banden gegeneinander, die in den Drogenhandel verwickelt sind. Sie unterhalten enge Verbindungen zu mexikanischen Drogenkartellen.

Das mittelamerikanische Honduras ist in den vergangenen Jahren wachsender Gewalt ausgesetzt. Im September wurden 17 Menschen von Scharfschützen erschossen, die gleichfalls mit mexikanischen Drogenbanden in Verbindung gebracht wurden.

In der Umgebung der Stadt San Pedro Sula, einem Zentrum der Textilindustrie, wird Kokain verfeinert, bevor es auf den Weg in die USA gebracht wird.

(sda)