Mitten im Unterricht

14. Dezember 2011 16:06; Akt: 14.12.2011 16:33 Print

15-Jährige sticht Banknachbarin nieder

An einer Schule vor den Toren Münchens hat ein Mädchen auf ihre Klassenkollegin eingestochen. Die Tat ereignete sich während einer Lateinstunde am Mittwochvormittag. Das Opfer wurde schwer verletzt.

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Die Polizei nahm das 15-jährige Mädchen fest. Die Beweggründe für ihre Tat sind noch unklar. (Bild: Keystone/Archiv)

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Bluttat im Lateinunterricht am Freisinger Josef-Hofmiller-Gymnasium: Eine 15-jährige Schülerin hat am Mittwoch im Klassenzimmer mit einem Messer auf ihre Banknachbarin eingestochen. Die 16-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Mitschüler der 10. Klasse überwältigten die Angreiferin, die sich bei der Tat selbst leicht verletzte.

Einem Polizeisprecher zufolge ereignete sich der Zwischenfall gegen 10.00 Uhr während einer Lateinstunde. Die Lehrerin hatte kurzzeitig das Klassenzimmer verlassen, weil sich eine Kollegin einen Schlüssel leihen wollte. In dem Moment zückte die 15-Jährige ein grosses Messer und verletzte die Mitschülerin an Händen und Oberkörper.

Motiv noch nicht bekannt

Die 16-Jährige wurde in eine Klinik gebracht, Lebensgefahr besteht nicht. Die Mitschüler übergaben die Täterin der Schulleitung, die sofort die Polizei alarmierte. Beamte nahmen das Mädchen fest. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Die Kripo Erding und die Staatsanwaltschaft Landshut nahmen die Ermittlungen auf. Die rund 20 Schüler der betroffenen zehnten Klasse wurden von einem Kriseninterventionsteam psychologisch betreut. In den anderen Klassen wurde der Unterricht normal fortgesetzt.

Am Nachmittag besuchte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) das Gymnasium, um der Schulfamilie sein Mitgefühl auszudrücken. Der Minister sprach von einem «gravierenden Vorfall». Zugleich lobte er die zeitnahe Reaktion der Schulleitung und der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen sei «schnell und konsequent» gehandelt worden.

(ap)