Sie ist da!

22. August 2018 21:53; Akt: 22.08.2018 21:53 Print

1616 Spritzen, 7 Versuche und 3 Fehlgeburten später

Patricia und Kimberly O'Neill dachten, es sei einfach, schwanger zu werden. Doch das war es nicht. Es brauchte vier Jahre – und so viel mehr.

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Am 3. August war sie da, die kleine London. Die stolzen Eltern, Kimberly und Patricia O'Neill, feierten die Geburt ihres gesunden Mädchens mit einem Foto: das zwei Wochen alte Baby, umrahmt von zwei Herzen aus Tausenden von Spritzen.

Die Idee für dieses ungewöhnliche Sujet kam der Fotografin Samantha Packer, als die beiden ihr von den enormen Mühen berichteten, die sie auf sich genommen hatten, um schwanger zu werden: «Vier Jahre, sieben Versuche, drei Fehlgeburten und 1616 Spritzen.»

«Am schwersten waren die Fehlgeburten»

Das Paar aus Arizona hatte seit 2014 versucht, schwanger zu werden. Anfangs waren die beiden Frauen davon ausgegangen, dass das problemlos geschehen werde. Doch die Besuche beim Fruchtbarkeitsspezialisten brachten nichts, zwei Inseminationen scheiterten und schliesslich wurde Patricia (30) auch noch mit der Faktor-V-Leiden-Mutation diagnostiziert, einer genetischen Mutation, die das Thromboserisiko erhöht und eine Schwangerschaft zusätzlich erschweren kann.

Es klappte erst, als das Paar einen neuen Spezialisten aufsuchte, der ihnen zur In-vitro-Fertilisation (IVF) riet. «Wir brauchten 1616 Spritzen, bis es klappte», so Kimberley gegenüber «Sky News». Doch leicht war auch dieser Weg nicht. Am schwersten seien die drei Fehlgeburten zu verkraften gewesen.

61'000-mal geteilt

«Du hast diesen Traum, der wahr zu werden scheint, und der sich dann einfach in Luft auflöst. Gerade der letzte Abort war schwer. Wir wussten, es wird ein Junge und dachten, dass wir endlich auf dem richtigen Weg sind. Zu sehen, dass das Herz nicht mehr schlägt, war grauenhaft», so Kimberley.

Jetzt, wo der Traum der beiden doch noch wahr geworden ist, hoffen sie, dass das Foto ihres von Spritzen eingerahmten Mädchens anderen Frauen mit Kinderwunsch Kraft gibt. Das scheint ihnen gelungen zu sein: Die auf Facebook gepostete Aufnahme wurde bereits über 63'000-mal geteilt.

(gux)