2 Wochen auf See

28. August 2019 05:13; Akt: 29.08.2019 17:13 Print

17 UNO-Schiffe erwarten Greta in New York

Heute Mittwoch soll Greta Thunberg nach ihrer Atlantik-Überquerung in New York eintreffen. Die UNO will die Klimaaktivistin mit Segelbooten begrüssen.

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Die Vereinten Nationen wollen die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg bei ihrer Ankunft in New York mit 17 Segelbooten begrüssen. Jedes von ihnen stehe für eines der UNO-Nachhaltigkeitsziele und sei mit einem entsprechenden Symbol auf dem Segel versehen, wie die Vereinten Nationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag auf Anfrage mitteilten.

Demnach würden die Boote auf die Rennjacht Malizia mit Thunberg an Bord vor Manhattan nahe der Verrazano-Brücke warten. Diese überspannt die Meerenge zwischen Staten Island und Brooklyn.

Keine Flugreisen für Thunberg

Thunberg wird nach ihrer zweiwöchigen Atlantik-Überquerung aller Voraussicht nach am Mittwoch in New York eintreffen. Die 16-jährige Schwedin hatte sich am 14. August im südenglischen Plymouth auf den Weg über den Atlantik gemacht, weil sie unter anderem am UNO-Klimagipfel in New York im September und an der Weltklimakonferenz in Chile im Dezember teilnehmen will.


«Letzter Abend auf der Malizia», schreibt Thunberg auf Twitter.

Thunberg verzichtet auf Flugreisen, weil auf diesen besonders viele klimaschädliche Treibhausgase ausgestossen werden. Deshalb entschied sie sich dazu, den Weg über den Atlantik per Hochsee-Segeljacht auf sich zu nehmen.

Die junge Schwedin hatte sich vor einem Jahr vor den Reichstag in Stockholm gesetzt, um für einen beherzteren Einsatz ihres Landes für das Klima zu protestieren. Aus ihrem einst einsamen «Schulstreik fürs Klima» hat sich seitdem die internationale Klimaschutzbewegung Fridays for Future entwickelt. Ihrem Protest haben sich mittlerweile auch Wissenschaftler und viele andere angeschlossen.

Auszeit von der Schule

Auf der anderen Seite des Ozeans will Thunberg ihren Kampf gegen die Klimakrise auf eine neue Ebene heben. Und das dürfte in den USA zu einer echten Aufgabe werden: In dem Land der Kohle-freundlichen Regierung von Präsident Donald Trump ist sie weniger bekannt als in Europa, wo sie mittlerweile Abertausende Anhänger und in vielen Gesellschaftsschichten zu einem Umdenken beim Klima beigetragen hat.

Die USA zählen zu den Ländern, die weltweit das meiste CO2 ausstossen, Trump hat das Land aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen – auf Thunberg wartet somit eine Menge Arbeit in Übersee.

Nach ihrer Ankunft sind jedoch zunächst einige Tage Ruhe angedacht. Im Anschluss warten dann neben dem Jugend-Klimagipfel der Vereinten Nationen am 21. September und dem Uno-Klimagipfel der Staats- und Regierungschefs zwei Tage später auch eine Reihe grosser Klimaproteste auf sie.

Ausserdem will sie andere Aktivisten, Entscheidungsträger und Betroffene des Klimawandels treffen. Im Dezember will sie dann an der Weltklimakonferenz im südamerikanischen Chile teilnehmen. Für all das hat die Schwedin ein Jahr Auszeit von der Schule genommen.

(scl/sda)