Gefährliches England

27. Dezember 2011 01:57; Akt: 27.12.2011 09:26 Print

18-Jähriger auf offener Strasse erstochen

Gewaltverbrechen auf der Insel: In London ist ein Jugendlicher mitten im Weihnachtstrubel auf einer Einkaufsstrasse erstochen worden, während in Manchester ein indischer Student auf Ferienreise einen gewaltsamen Tod fand.

storybild

Mitten im Einkaufstrubel wird ein Jugendlicher am Boxing Day in der Oxford Street in London erstochen. (Bild: Keystone/Yui Mok)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Auf einer der belebtesten Einkaufsstrassen Londons ist am Montag ein Mann erstochen worden. Der Angriff wurde auf der Oxford Street mitten im Einkaufsgetümmel nahe der U-Bahnstation Bond Street verübt, teilte die Polizei mit. Knapp sechs Stunden zuvor gab es nur wenige Meter vom Tatort entfernt eine weitere Messerattacke.

Der erstochene 18-jährige Mann sei noch an Ort und Stelle gestorben, teilte die Polizei mit. Auch ein Notarzt im Rettungshelikopter konnte nichts mehr ausrichten. Vorangegangen war nach Polizeiangaben ein Streit in einem Sportgeschäft. Zehn Personen wurden festgenommen.

Zeugen dürften zu finden sein

Offenbar seien zwei Gruppen Jugendlicher in eine heftige Auseinandersetzung geraten, sagte Kripo-Chefinspektor Mark Dunne. An Zeugen mangele es wohl nicht: «Das ist jetzt wahrscheinlich der betriebsamste Ort im Vereinigten Königreich, am geschäftigsten Einkaufstag.» Der zweite Weihnachtstag ist in Grossbritannien traditionell der Tag der Schnäppchenjäger. Hunderttausende stürmten am sogenannten Boxing Day auf der Suche nach Sonderangeboten die Geschäfte und sorgten schon in den ersten Stunden für Rekordumsätze.

Bei der ersten Messerattacke zuvor war ein 21-Jähriger verletzt worden und musste laut Polizei im Spital behandelt werden. Drei verdächtige Männer wurden festgenommen. Ob die beiden Attacken in einem Zusammenhang stehen, ist noch unklar.

Student in Manchester erschossen

Ein indischer Student in Grossbritannien ist im Weihnachtsurlaub von einem Unbekannten ohne erkennbaren Anlass erschossen worden. Ein rassistisches Motiv werde nicht ausgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Der 23-jährige Anuj Bidve studierte Mikroelektronik an der Universität Lancaster und befand sich mit mehreren Freunden in der Weihnachtspause auf einem Ausflug nach Manchester. In der nahegelegenen Stadt Salford wurde er nach Polizeiangaben von einem jungen Mann angehalten. Der habe kurz mit ihm gesprochen, dann eine Waffe gezogen und ihn aus nächster Nähe erschossen.

(sda/ap)