Spanien

08. Juli 2014 04:09; Akt: 09.07.2014 01:46 Print

18-Jähriger stürzt aus Achterbahn – tot

Ein junger Isländer ist im spanischen Benidorm aus einer Achterbahn geschleudert worden und gestorben. Als Ursache wird ein Funktionsfehler beim Sicherheitsgurt vermutet.

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Eine Fahrt auf der Inferno im spanischen Vergnügungspark Terra Mítica bei Benidorm ist einem 18-jährigen Isländer am Montagnachmittag zum Verhängnis geworden. Als sein Wagen gegen 17 Uhr losfuhr, wurde er bei einer der rasanten Drehungen der 360-Grad-Achterbahn aus dem Sitz geschleudert und stürzte aus einer Höhe von 10 bis 15 Metern zu Boden.

Eine britische Touristin und ihre Familie befanden sich direkt bei der Bahn, als sich der Unfall ereignete. «Wir holten gerade die Mädchen ab, als alle Leute laut nach Luft schnappten», sagte sie gegenüber dem «Daily Mirror». Sie habe sich umgedreht, um zu sehen, was los ist. «Da schrien die Leute laut: ‹Sturz, Sturz!›» Dann habe sie gesehen, was passiert sei, und sei vor Schock erstarrt. Auch ihre Tochter könne den Vorfall immer noch nicht verdauen: «Nur fünf Minuten vorher war sie auf der Bahn, sie hätte in diesem Sitz sein können.»

In Begleitung von Vater, Bruder und Freund

Der Teenager erlitt beim Sturz offenbar multiple Brüche und Kopfverletzungen. Nach dem Sturz wurde er sofort von der Sanität betreut, verstarb aber kurze Zeit später in der Ambulanz. Auch die Angehörigen des Opfers waren an der Unfallstelle. «Sie waren völlig verzweifelt.» Der Teenager befand sich gemäss Polizei in Begleitung seines Vaters, Bruders und eines Freundes und machte in der Region von Benidorm Ferien.

Die Umstände des Unfalls sind noch unklar und werden nun von forensischen Ermittlern der Polizei untersucht. Diese geht davon aus, dass der Sicherheitsgurt des Sitzes während der Fahrt aufgegangen ist, berichten spanische Zeitungen. Die Forensiker versuchen zu klären, ob der 18-Jährige von Anfang an nicht richtig gesichert war oder ob der Gurt während der Fahrt eine Fehlfunktion hatte.

Noch nie zuvor einen Todesfall

Die Bahn Inferno, die im Juli 2007 in der Terra Mítca eröffnet wurde, ist eine der grossen Attraktionen des Parks. Auf ihr wirken 3G-Kräfte, sie erreicht eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde und der Fahrgast wird dabei 360 Grad herumgewirbelt.

Seit der Eröffnung der Terra Mítca im Jahr 2000 hat es im Park noch nie einen Todesfall gegeben. Vor Jahren gab es zwei tödliche Unfälle in den beiden anderen grossen spanischen Freizeitparks, dem Port Aventura (Tarragona) und dem Warner Park (Madrid).

(ann)