Weltklima

29. November 2011 16:16; Akt: 29.11.2011 16:20 Print

2011 zählt zu den wärmsten Jahren

Die Temperaturen waren zwar nicht spektakulär hoch dieses Jahr. Trotzdem geht 2011 weltweit als eines der zehn heissesten Jahre in die Annalen ein.

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Auch im aktuellen Jahr hat sich der Trend zu weltweit steigenden Temperaturen fortgesetzt. Trotz dem Wetterphänomen La Niña, das für Kühlung sorgte, war 2011 das zehntwärmste seit Beginn der Messungen 1850.

Zu diesem Ergebnis kommt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in einem am Dienstag in Genf und auf der Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban vorgestellten Bericht. Von Januar bis Oktober 2011 lagen die Durchschnittstemperaturen laut WMO auf der Erdoberfläche um 0,41 Grad über dem jährlichen Mittel von 1961 bis 1990. 2010 waren es 0,52 Grad gewesen.

Die Temperaturen sind 2011 im Vergleich zum Vorjahr tiefer, weil der sogenannte La-Niña-Effekt eine kühlende Wirkung hat, wie die WMO mitteilte. Diesem Wetterphänomen werden auch die Dürre am Horn von Afrika und die Überschwemmungen im Süden Afrikas, im Osten Australiens und im Süden Asiens zugeschrieben.

«Die Temperaturen scheinen dieses Jahr nicht spektakulär, aber es ist bemerkenswert, dass 2011 eines der zehn wärmsten Jahre ist», sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud vor den Medien in Genf. 2011 sei das wärmste Jahr mit einem La-Niña-Effekt seit Messbeginn.

Die zehn Jahre von 2002 bis 2011 seien zudem das wärmste je gemessene Jahrzehnt. Die 13 wärmsten Jahre der Vergangenheit sind laut der UNO-Organisation alle in den vergangenen 15 Jahren aufgetreten. Wenn die Treibhausgasemissionen nicht reduziert würden, steige die Temperatur bis 2100 um 2,5 Grad im Vergleich zu 1990, warnte Jarraud.

Auswirkungen des Klimawandels

Die wissenschaftliche Grundlage des vorläufigen Jahresberichts sei solide und beweise unzweideutig, dass sich die Erde erwärme, sagte WMO-Direktor R.D.J. Lengoasa am Rande der Weltklimakonferenz. Die menschlichen Aktivitäten seien dabei ein wichtiger Faktor gewesen. «Der Klimawandel ist real, und wir beobachten seine Auswirkungen in Wetter- und Klimamustern auf der ganzen Welt», sagte er.

Die WMO weist auch auf den Gletscherschwund hin: Das Volumen des arktischen Meereises sei in diesem Jahr so gering wie nie zuvor gewesen, heisst es im Bericht. Seine Ausdehnung habe den zweitniedrigsten Stand der Geschichte erreicht.

«Die Gletscher schmelzen in einem schnellen Tempo», sagte Jarraud. Das Meeresniveau werde daher noch schneller als vorhergesagt steigen.

Trockenheit in Europa

Dieses Jahr seien zahlreiche klimatische Extremereignisse aufgetreten, teilte die WMO weiter mit. In Europa sei 2011 in sieben Ländern das trockenste Jahr, in der Schweiz voraussichtlich das dritttrockenste.

Die grössten Abweichungen von der Norm seien im Norden Russlands verzeichnet worden, teilte die WMO mit. Dort seien an einigen Orten durchschnittliche Temperaturen von vier Grad über dem langfristigen Mittel gemessen worden. Auch im Süden der USA war es so heiss wie noch nie; im Bundesstaat Texas fielen zudem über 56 Prozent weniger Niederschläge als im Durchschnitt.

Die WMO stellte ihren vorläufigen Bericht über die ersten zehn Monate des Jahres am zweiten Tag der Weltklimakonferenz vor. Vertreter von 192 Staaten verhandeln in Südafrika über ein Abkommen zur Senkung der Treibhausgasemissionen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 29.11.2011 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    So lange Vorraussagen sind unseriös

    "steige die Temperatur bis 2100 um 2,5 Grad" So lange Vorraussagen sind schlicht unseriös. Der IPCC kann nicht einmal für 10 Jahre das Klima genau voraussagen. Von 1900 bis 1940 gab einen Temperaturanstieg von 0.4 Grad Celsius, von 1940 bis 1960 fiel die Temperatur um 0.1 Grad Celsius. Von 1960 bis 1980 blieb die Temperatur relativ konstant. Von 1980 bis 2000 stieg die Temperatur wieder um 0.5 Grad Celsius an. Der Haken: Der Anstieg von 1900 bis 1940 kann nicht durch CO2 entstanden sein, weshalb gab es ihn dann? Verschwiegen wird: Kein Anstieg in den letzten 13 Jahren! Google "Klimalüge"

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas am 29.11.2011 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    So lange Vorraussagen sind unseriös

    "steige die Temperatur bis 2100 um 2,5 Grad" So lange Vorraussagen sind schlicht unseriös. Der IPCC kann nicht einmal für 10 Jahre das Klima genau voraussagen. Von 1900 bis 1940 gab einen Temperaturanstieg von 0.4 Grad Celsius, von 1940 bis 1960 fiel die Temperatur um 0.1 Grad Celsius. Von 1960 bis 1980 blieb die Temperatur relativ konstant. Von 1980 bis 2000 stieg die Temperatur wieder um 0.5 Grad Celsius an. Der Haken: Der Anstieg von 1900 bis 1940 kann nicht durch CO2 entstanden sein, weshalb gab es ihn dann? Verschwiegen wird: Kein Anstieg in den letzten 13 Jahren! Google "Klimalüge"

    • Peter Grafström am 29.11.2011 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Ich stimme dir 100%ig zu. Die von der IPPC sagen nur das, was ihnen ins Bild des Klimawandels passt. Ausserdem soll diese Vereinigung nicht erforschen ob es den Klimawandel gibt sondern dass es ihn gibt.

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