China

21. November 2015 07:14; Akt: 21.11.2015 13:32 Print

21 Menschen sterben bei Brand in Kohlegrube

In einem chinesischen Bergwerk nahe der Grenze zu Russland brach ein Feuer aus. 16 Kumpel konnten sich in Sicherheit bringen. Für die anderen kam jede Hilfe zu spät.

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Im schlecht überwachten chinesischen Bergbausektor gibt es immer wieder Unfälle: Kumpel fahren in Jixi in den Stollen. (Archivbild) (Bild: Keystone/Xiao Jinbiao)

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Bei einem Feuer in einer Kohlenmine in China sind laut Medienberichten mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Eine Person werde noch vermisst, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Sie werde von Rettern gesucht. Das Feuer in der Xinghua-Mine in der Stadt Jixi sei mittlerweile unter Kontrolle gebracht worden. Die Arbeitsschutzbehörde der Provinz bestätigte die Opferzahl.

Das Feuer brach am Freitagabend in einem Bergwerk nahe der Grenze zu Russland aus, das von dem staatlichen Minenkonzern Heilongjiang Longmay betrieben wird. Als das Feuer ausbrach, befanden sich laut Xinhua 38 Bergleute unter Tage, doch gelang es 16 von ihnen, rechtzeitig zu entkommen.

Erst im Juli waren in einem Bergwerk in Heilongjiang vier Menschen bei der Flutung eines Schachts zu Tode gekommen, während sechs weitere nach einer Woche unter Tage gerettet werden konnten. China ist der grösste Förderer von Kohle in der Welt. Im schlecht überwachten Bergbausektor gibt es immer wieder Unglücke mit vielen Opfern.

Im März hatte ein Beamter für Arbeitssicherheit mitgeteilt, dass im vergangenen Jahr 931 Bergleute bei Unglücken ums Leben gekommen seien. Oft vernachlässigen korrupte Manager die Sicherheit, um ihre Profite zu erhöhen.

(chk/afp)