Santa Anita Park, USA

01. April 2019 14:55; Akt: 01.04.2019 15:42 Print

23 tote Rennpferde in drei Monaten

Eine der berühmtesten Pferderennstrecken der USA war drei Wochen geschlossen. Drei Tage nach der Wiedereröffnung starb nun das 23. Tier.

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Seit Ende Dezember sind auf der Pferderennbahn Santa Anita Park 23 Rösser tödlich verunglückt. Erst Anfang März war die Strecke geschlossen worden, man wollte die Ursache für die vielen Todesfälle herausfinden. Am Freitag wurde die Rennbahn dann wiedereröffnet.

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Eine Ursache wurde bisher nicht offiziell genannt, doch Experten vermuteten, dass Starkregen für die Unfälle verantwortlich sein könnte, berichten US-Medien. Dennoch geht die tödliche Serie weiter: Am Sonntag kam ein fünfjähriger Wallach namens Arms Runner zu Fall und verletzte sich schwer am Bein. Das Pferd wurde eingeschläfert. Ein weiteres Tier stolperte über Arms Runner, blieb jedoch unverletzt. Die beiden Jockeys wurden leicht verletzt.

Tierschützer verlangen eine Untersuchung

Der Unfall geschah am Simeon Stakes. Die Betreiber teilten mit, dass sich der Vorfall auf einer Bahn ereignete, die von Experten als sicher eingestuft worden war. «Wir arbeiten eng mit dem kalifornischen Pferderennverband zusammen, um herauszufinden, ob wir etwas hätten tun können, das die heutige Tragödie verhindert hätte.»

Erst vor kurzem hatte die Rennbahnbetreiberin angekündigt, dass die Pferde an Renntagen keine Medikamente mehr erhalten dürfen. Diese helfen den Pferden unter anderem beim Atmen.

Tierschützer verlangen schon lange eine Untersuchung der Todesfälle. Weder Rennbahnbetreiber noch die Pferdebesitzer oder die Trainer würden genug unternehmen, um die Tiere zu schützen, teilte die Tierschutzorganisation Peta am Sonntag mit.

(vro)