Nicht zuverlässig

31. August 2010 12:23; Akt: 31.08.2010 12:37 Print

3200 Polizisten in Mexiko entlassen

Im Zuge einer Zuverlässigkeitsprüfung wurden in Mexiko in den vergangenen Tagen 3200 Polizisten entlassen - wegen Regelverstössen bis hin zu Verbrechen.

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3200 der bisher 34 500 Bundespolizisten wurden bereits entlassen, weil sie sich in Untersuchungen als nicht vertrauenswürdig erwiesen. Das macht etwa zehn Prozent der Beamten aus.

465 von ihnen werden Verbrechen zur Last gelegt, wie der Chef der Bundespolizei, Facundo Rosas, am Montag bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt sagte. Etwa 1500 weitere Mitglieder der 35 000 Mann starken Truppe sollen in einer zweiten Runde entlassen werden.

Korruption an der Tagesordnung

Gemäss Rosas sollen die Reihen der Bundespolizei durch immer wiederkehrende Überprüfungen vor Korruption geschützt werden. Die Bundespolizei bemüht sich seit längerem, ihr Image als korrupte und übermässig gewalttätige Truppe abzulegen.

Es ist in Mexiko ein offenes Geheimnis, dass die Sicherheitskräfte von den Drogenkartellen unterlaufen werden oder in deren Diensten stehen. In den vergangenen Jahren wurde Bundespolizisten zudem wiederholt vorgeworfen, sich aktiv an Entführungen beteiligt zu haben.

Die Bundespolizei kämpft an vorderster Front gegen die mexikanischen Drogenkartelle. Unterstützt wird sie dabei von 50 000 Soldaten. Seit Ende 2006 kamen in dem Drogenkrieg zwischen den Kartellen untereinander sowie zwischen den Drogenbanden und den Sicherheitskräften 28 000 Menschen ums Leben.

(sda)