Familienplanung

15. Juni 2016 16:51; Akt: 15.06.2016 16:51 Print

35 Kinder sind nicht genug – Pakistaner will 100

Um Allah zu gefallen, möchte der 35-fache Vater Jan Mohammad hundert Kinder zeugen. Eine pakistanische Frauenrechtlerin ist besorgt.

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Nur «sehr selten» bringe er die Namen seiner Kinder durcheinander, sagt Sardar Jan Mohammad Khilji. Das ist eine Leistung, denn der Mediziner aus dem pakistanischen Quetta ist stolzer Vater von 35 Nachkommen.

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Sein Lebensziel hat der 43-jährige Mann trotzdem noch nicht erreicht. Jan will Vater von hundert Kindern werden. «Der Prophet hat gesagt, dass jene, die die Zahl der Gläubigen erhöhen, nie zur Hölle fahren werden», sagte der bärtige Muslim zur Tageszeitung «India Today». «Mit der Gnade Gottes werden mir meine Kinder helfen, in den Himmel zu kommen.»

Was sagen die Frauen dazu?

«Je grösser die Familie ist, desto besser», lautet Jans Credo. Ob seine drei Gattinnen mit dieser Lebensweisheit einverstanden sind, lässt sich nicht eruieren. Gemäss den Sitten in der pakistanischen Stammesgesellschaft dürfen die Frauen nicht interviewt werden.

Jan Mohammad wohnt in einem Zwölfzimmerhaus in einem Aussenquartier von Quetta. Sein Einkommen erzielt der ausgebildete Medizinaltechniker mit der Behandlung einfacher Krankheiten. Arme Leute behandelt er kostenfrei. Zudem betreibt er eine mit Spenden finanzierte Koranschule.

Der Sohn will sogar noch mehr Kinder

Pakistan erlaubt muslimischen Männern, maximal vier Frauen zu ehelichen, sofern für ihre Familien gesorgt ist. Jan sagt, er kümmere sich um alle seine 35 Kinder. Am liebsten sei ihm die älteste Tochter Shagufta Nasreen. Der Zeitung «Dawn» sagte die Neuntklässlerin: «Wenn Papa nach Hause kommt, öffne ich als Erste die Tür, damit er nicht draussenstehen muss.» Mohammed Elsa, mit 13 Jahren der älteste Sohn des Patriarchen, will Daddy gar übertreffen. Nach einem Bericht der AFP will Mohammed dereinst mehr als 100 Kinder haben.

Der Koran erlaube Polygamie nur, wenn ein Mann «perfekte Gerechtigkeit» üben könne, sagte die Frauenrechtlerin Rafia Zakaria zu AFP. Sie hält dies für utopisch. «Vollständige Gerechtigkeit ist unmöglich, deshalb ist Polygamie nie eine gute Lösung. Jemand leidet immer, und fast immer sind Frauen und Kinder die Opfer.»

Heirats-Offerten über Facebook

Jan Mohammad führt seine Fruchtbarkeit auf täglichen Konsum von frischen und getrockneten Früchten, Milch und Fleisch zurück, zudem auf das Rezitieren des Korans und auf fünfmal tägliches Beten. Alle seine Ehen wurden von seinen Eltern arrangiert. Um auf hundert Kinder zu kommen, braucht er jetzt dringend eine vierte Frau. Seit die pakistanischen Medien über ihn berichtet haben, sind auf Facebook einige Heirats-Offerten eingegangen.

So erstaunlich Jan Mohammads Zeugungsziel heute wirken mag, so wenig stellt es einen Rekord dar. Nach einer Rangliste auf Wikipedia hat die gebärfreudigste Frau der Geschichte 69 Kinder zur Welt gebracht. Zwischen 1725 und 1765 überstand die russische Bäuerin Walentina Wassiljewa 27 Geburten mit 16 Zwillingen, sieben Drillingen und vier Vierlingen.

Bei den Männern sind die Rekordzahlen naturgemäss höher. In den Spitzenrängen mit dreistelligen Kinderzahlen finden sich häufig Fürsten. Der Spitzenmann ist aber Mongolenherrscher Dschingis Khan. Er soll zwischen 1155 und 1227 bis zu 2000 Kinder gezeugt haben. Laut genetischen Analysen stammen 0,5 Prozent der Weltbevölkerung von ihm ab.

(sut)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Orchidea am 15.06.2016 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NonSens

    Na toll, als wenn die Erde nicht schon jetzt überbevölkert wäre. Was für ein patriarchalischer Egoist.

    einklappen einklappen
  • Dance am 15.06.2016 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm

    Wen jeder so denken würde und so viele Kinder auf die Welt setzen würde... OMG

  • Kokusnus am 15.06.2016 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Tragisch.... Die armen Kindern

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tomi_86 am 16.06.2016 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2000 Kinder

    Ach deshalb war Dschingis Khan immer so gut gelaunt...

  • Indira1234 am 16.06.2016 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Massenware

    Lieber bewusst Kinder mit Liebe auf die Welt setzen und jedem einzelnen eine Zukunft und ein schönes Leben bieten können. Der betreibt eher Massenware, der weiss ja nicht mal richtig die Namen der Kinder. Hauptsache viele und noch mehr...

  • arwed am 16.06.2016 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    düstere prognosen

    Und wenn dann wegen der überbevölkerung das klima noch mehr spinnt und monatelang kein regen fällt werden ihm die bis dann 50 kinder danken...

  • Michi Wirz am 16.06.2016 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortung

    Die Kinder tun mir leid aber wenn er die Verantwortung trägt... Es ist ja schliesslich seine entscheidung

  • guinte am 16.06.2016 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    fragen über fragen

    die eigentliche frage ist ja dan, was hat er gemacht, das er so viele kinder braucht um so dan in den himmel zu kommen.