Gendefekt

21. November 2017 14:22; Akt: 21.11.2017 14:22 Print

3x Zwillinge, 3x Vierlinge, 4x Drillinge, total 38 Kids

Mariam Nabatanzi ist 37 Jahre alt – und hat 38 Kinder. Die Frau aus Uganda leidet unter Hyperovulation und hat schon dreimal Vierlinge zur Welt gebracht.

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Die 37-jährige Mariam Nabatanzi aus dem ugandischen Dorf Kambimbiri hat einen Gendefekt: Bei ihr reifen mehrere Eizellen pro Zyklus (Hyperovulation), was die Chance auf Mehrfachgeburten stark erhöht. Bis jetzt hat sie jeweils dreimal Zwillinge und Vierlinge und viermal Drillinge geboren. Das erste Mal schwanger war sie mit 13, alle Kinder sind vom selben Vater, wie lokale Behörden bestätigen.

Sechs Babys hat sie verloren. So sind es heute 38 Kinder, zehn Mädchen und 28 Buben. Der Älteste ist 23 Jahre alt, der Jüngste erst einige Monate, wie «Daily Monitor» berichtet.

Verhütung nützte nichts

Ursprünglich wollte die Frau nur sechs Kinder. Nach ihrer sechsten Geburt waren es aber schon 18 Sprösslinge. So wollte sie im lokalen Spital Rat, wie sie eine erneute Schwangerschaft verhindern könnte. Das sei nicht möglich, beschieden ihr die Ärzte. «Wenn sich die unbefruchteten Eizellen ansammeln, könnten sie das Fortpflanzungssystem schädigen, und die Frau kann sterben», wird Dr. Ahmed Kikomeko aus Kawempe zitiert. Ob diese Diagnose stimmt, ist zumindest fraglich: Der Gynäkologe Charles Kiggundu sagt, Nabatanzi hätte wohl geholfen werden können. Doch manche Ärzte würden nicht alle Methoden kennen.

Nabatanzi versuchte es trotz der Warnungen der Ärzte mit Geburtenkontrolle. Die nützte aber nichts: «Ich wurde krank und übergab mich oft. Fast wäre ich gestorben, ich lag einen Monat im Koma», erzählt sie.

«Kinder sind ein Geschenk Gottes»

Die Frau hat sich mit ihrem Schicksal arrangiert: «Ich bemitleide mich selbst nicht, denn die Kinder sind ein Geschenk Gottes, das ich beschützen muss», sagte sie zu «Pulse».

Nun scheint aber Besserung in Sicht: Ihr jüngstes Kind hat sie per Kaiserschnitt geboren, zum ersten Mal. Die 37-Jährige habe den Arzt gefragt, ob er dafür sorgen könne, dass sie nicht wieder schwanger werde. «Er sagte: ‹Ich habe die Gebärmutter herausgeschnitten.›»

(nk)