Qualvoller Tod

18. März 2019 20:00; Akt: 18.03.2019 20:03 Print

Wal war vollgefressen mit 40 Kilogramm Plastikmüll

Ein US-Meeresbiologe hat den Tod eines Wals auf den Philippinen untersucht und dabei jede Menge Abfall im toten Tier gefunden.

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Aus einem in Barangay Cadunan (in der Gemeinde Mabini) auf den Philippinen angespülten Cuvier-Schnabelwal holte Darrell Blatchley ganze 40 Kilogramm Plastik. Das Tier starb laut «Minda News» am 16. März, einen Tag nachdem es gestrandet war.

Der amerikanische Meeresbiologe und Leiter des Naturkundemuseums von Davao sprach auf seiner Facebook-Seite vom Plastik als der «endgültigen Todesursache». Unter anderem fand Blatchley 16 Reissäcke, 4 Tüten, die auf Bananenplantagen verwendet werden, und etliche Einkaufssäcke. Eine komplette Liste werde noch folgen.

61 verendete Tiere

«Es handelt sich um die grösste Menge Plastik, die wir je in einem Wal gefunden haben. Es ist abscheulich», zeigt sich der Biologe angewidert. Nach einer Untersuchung stellte sich am Samstag heraus, dass alle Bereiche des Walbauchs mit Material belastet waren, das da nicht hingehört. Zudem wurden Parasiten im Magen und den Nieren gefunden.

Die zuständige Fischereibehörde bestätigte, den Wal zuletzt am 15. März gesichtet zu haben. Er habe «abgemagert und schwach» gewirkt. Aus dem Bericht geht weiter hervor, dass das etwa 4,7 Meter lange Tier Blut erbrochen hatte. Am Anus fand man eine braune Ausscheidung. «Die Regierung muss endlich gegen jene vorgehen, die unsere Gewässer als Müllhalden missbrauchen», so der Appell von Blatchley.

In den vergangenen zehn Jahren hätten er und seine Mitarbeiter 61 verendete Delfine und Wale untersucht, aber ein derartiger Plastikberg sei ihnen noch nicht untergekommen.

(dmo/afp)