Nach Schiffshavarie

30. Januar 2011 15:42; Akt: 30.01.2011 15:53 Print

400 Schiffe stecken auf dem Rhein fest

Ungemütliche Situation für die Kapitäne vieler Rheinschiffe: Weil nach dem Tankerunfall ein Flussabschnitt gesperrt ist, können sie nicht weiterfahren.

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Rund zweieinhalb Wochen nach der Havarie des Chemietankers «Waldhof» wird die Situation für die Rheinschiffer immer prekärer. Derzeit warten flussaufwärts der gesperrten Unfallstelle bei St. Goarshausen nach Behördenangaben zwischen 380 und 400 Schiffen auf die Weiterfahrt.

«Eine solche Situation hat es hier seit Jahrzehnten nicht gegeben», sagte ein Sprecher des Schifffahrtsamtes am Sonntag auf dapd-Anfrage. Alleine in den Häfen von Ludwigshafen und Mannheim liegen nach Angaben der dortigen Wasserschutzpolizei mehr als 100 Schiffe vor Anker.

Die Bergungsarbeiten des gekenterten Frachters gehen unterdessen weiterhin nur langsam voran. Die Schifffahrt rheinabwärts wird noch für mindestens eine Woche gesperrt sein. «Manche Schiffseigner kämpfen derzeit um ihre Existenz», sagte ein Sprecher des Havariezentrums Loreley.

Am Wochenende waren Experten damit beschäftigt, die sieben Tanks der 110 Meter langen «Waldhof» anzubohren und leer zu pumpen. Die Ursache des Unglücks, bei dem am 13. Januar nahe des Loreleyfelsens zwei Bootsleute ums Leben kamen, ist nach wie vor unklar.

(sda)