Ausgesetzter Bub

01. Juni 2016 14:26; Akt: 01.06.2016 17:22 Print

5 Fakten sprechen gegen ein Happy End für Yamato

Von Yamato (7) fehlt weiterhin jede Spur. Seine Familie hatte ihn am Samstag in einem Waldstück in Japan ausgesetzt. Jetzt kann nur noch ein Wunder helfen.

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Das Schicksal des kleinen Yamato Tanooka (7) ist immer noch ungewiss. Rund 200 Rettungshelfer suchen seit Samstag in einem Waldstück auf der nordjapanischen Insel Hokkaido nach dem Jungen, nachdem seine Eltern ihn zur Strafe ausgesetzt hatten. Seit Mittwoch beteiligt sich auch das japanische Militär an der Suche. Doch bis anhin haben die Suchtrupps keine Spur entdeckt, die zum Bub führen könnte – und mit jeder Stunde schwindet die Hoffnung, ihn noch lebend zu finden.

Starker Regen

Am Dienstag mussten die Retter die Suche wegen starken Regens abbrechen, schreibt das japanische Nachrichtenportal Biglobe. Erst am folgenden Morgen konnte die Suche wieder aufgenommen werden.

Kalte Nächte

Nicht nur der Regen ist ein Problem: In den letzten Nächten ist die Temperatur in der Region auf sieben Grad gefallen. Yamato trug zum Zeitpunkt seines Verschwindens einen dünnen Pulli und kurze Hosen. Er hatte keine wetterfesten Kleider dabei.

Die grösste Bärenpopulation Japans

In den Wäldern von Berg Komagatake auf Hokkaido wimmelt es von Braunbären. Die Region ist bei Wanderern ausserdem für die anstrengenden Wege über Felsen und für die steilen Wasserfälle bekannt.

Fast nie Menschen unterwegs

Die Gegend ist so abgelegen, dass nur selten Menschen dort unterwegs sind. Auch Autos fahren kaum vorbei, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Kein Essen dabei

Als sein Vater Yamato zwang, aus dem Auto zu steigen und dann wegfuhr, hatte der Junge keine Lebensmittel dabei. Der Vater sagte später der Polizei, er sei nach 500 Metern wieder umgekehrt und habe seinen Sohn abholen wollen. Doch Yamato war bereits unauffindbar.

Die Geschichte bewegt die Leser

Auf Social Media macht sich Wut über die Eltern des Jungen breit. «Dass der Kleine wegen schlechten Benehmens ausgesetzt wurde, ist ein Zeichen dafür, dass er von seiner Familie nicht geliebt wird», schrieb ein Twitter-Nutzer. «Ich kann mir nicht vorstellen, welche Angst er haben muss, ganz allein in dem Wald», meinte eine andere Person.

Auch unter den 20-Minuten-Lesern löste die Geschichte Entsetzen aus: «Ich bin unendlich traurig, wütend und geschockt und hoffe, dass das Kind lebend gefunden und zu liebevollen, fürsorglichen Pflegeeltern gebracht wird, die es bedingungslos lieben werden!», meint Andrea Mordasini. Leserin Stefanie schreibt: «Das ist psychische Gewalt! Der psychische Schmerz wird diesen Jungen noch lange begleiten, wenn er denn noch am Leben ist!» Andere haben grosses Mitleid mit Yamato. «Schon nur der Gedanke daran, wie verzweifelt der Junge sein muss, verursacht mir Übelkeit.»

(kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mitfühlende am 30.05.2016 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Überlegen

    Jesus Maria. Es gibt doch andere Strafen, als das eigene Fleisch und Blut auszusetzen. Das arme Kind tut mir leid. Drücke alle Daumen, dass ihr ihn findet.

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  • L°La am 30.05.2016 15:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ERNSTHAFT !?

    Ernsthaft !? Warum ? Ist ja schlimm, dass man seine Kinder nicht im Griff hat aber solche Strafen.... Der Junge ist nun sicher mehr eingeschüchtert, als das er versteht warum man nicht mit Steinen nach Autos wirft.

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  • Jandra am 30.05.2016 18:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armes Kind

    Einige Kommentare hier machen mir genauso Angst. Meine Meinung: Ein Kind zur Strafe, im Wald zu lassen,ist mit nichts zu rechtfertigen. Punkt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • bezzerwizzer am 02.06.2016 10:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verschwörungstheorie

    ... und was wenn der Bub bereits tot war bevor die Suche begonnen hatte? die geschichte scheint mir doch sehr "ausgedacht".. nach 500 meter kann ein junge nicht einfach verschwunden sein.. ein bär ist eher auch nicht in der nähe eines autos und wartet "auf die gelegenheit".. zudem wird geschrieben dass sich in diesem waldstück selten menschen aufhalten.. was wenn die eltern aus einem bestimmten grund, nämlich "beweise verschwinden lassen"in dieses waldstück gingen?!

  • Jane38 am 02.06.2016 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hoffnung

    ich hoffe das der junge noch lebt. auch wen diese erziehungsmethode daneben war,was diese eltern durchmachen wünsche ich niemandem.

  • Dario am 02.06.2016 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abbruch : starker Regen ?!

    Wegen starkem Regen abbrechen? ach wie süss, hatten die Bergungsarbeiter kalt? der kleine Junge konnte sich das auch nicht aussuchen. Eine Frechheit sowas..

  • Pia Blaser am 02.06.2016 09:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sclimm

    so etwas unvorstellbares ein Kind zur Strafe aus zu setzen die Eltern hätten ihn anders bestrafen können..Wo ist da die Elternliebe vor allem haben die nichts studiert.Wenn er noch am Leben sein sollte ist er ganz sicher traumatisiert u braucht Hilfe. In der Haut der Eltern möchte ich nicht stecken.

  • ich.. am 02.06.2016 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Yamato

    Jetzt hoffe ich auf ein Wunder..die gibt es..bitte , eines für diesen Jungen !!!