Flughafen München

29. Juli 2018 18:17; Akt: 29.07.2018 18:17 Print

700 Gestrandete mussten auf Feldbetten schlafen

Die Sicherheitspanne am Flughafen München wirbelte auch am Sonntag den Flugplan durcheinander. Insgesamt mussten 330 Flüge gestrichen werden.

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Fast 330 Flüge sind infolge einer Sicherheitspanne am Münchner Flughafen zwischen Samstagmorgen und Sonntagnachmittag ausgefallen. Mehr als 32'000 Passagiere waren inmitten der Hauptreisezeit zu Beginn der Sommerferien in Bayern betroffen.

Rund 700 Gestrandete verbrachten die Nacht auf Feldbetten im Airport, wie ein Sprecher des Flughafens München sagte. Hunderte weitere wurden in Hotels untergebracht. Am Sonntag standen erneut Tausende Menschen vor den Schaltern an, um Flüge umzubuchen.

Lufthansa-Passagiere brauchten Geduld

Nach Einschätzung des Flughafensprechers dürften vor allem Kunden der Lufthansa und ihrer Partnerairlines vom Bündnis Star Alliance, wozu auch die Swiss gehört, von den Ausfällen betroffen gewesen sein.

Von der Lufthansa gab es zunächst keine Auskunft zum Ausmass der Probleme und des Schadens bei der Airline. Sie wies ihre Kunden darauf hin, dass es zu längeren Wartezeiten an den Schaltern kommen könne. Passagiere sollten sich über die Homepage der Airline über Abflugzeiten informieren.

Frau im Sicherheitsbereich

Die Räumung von zwei Abflughallen hatten am Samstag zu chaotischen Zuständen in Terminal 2 des Airports geführt. Grund war eine Frau, die am Morgen aus bislang ungeklärten Gründen unkontrolliert in den Sicherheitsbereich gelangt war. Wegen des Sommerferienbeginns in Bayern waren besonders viele Menschen am Flughafen unterwegs. Von etwa 800 geplanten Flügen von Terminal 2 wurden rund 300 gestrichen.

Am Samstagabend hatten Behörden die Frau identifiziert, die in den Sicherheitsbereich gelangt war. Nach Angaben der Regierung von Oberbayern, die für die Fluggastkontrollen zuständig ist, handelte es um eine etwa 40-Jährige.

Warum sie ohne von Sicherheitsleuten kontrolliert zu werden in den gesicherten Bereich der Abflughalle gelangen konnte, war am Sonntagmittag ungeklärt.

Überhitzte Wartehalle

Nachdem die Bundespolizei am Samstag die Abflughallen evakuiert hatte, drängten sich Tausende im Check-in-Bereich des Terminals und vor den Sicherheitsschleusen. Zunächst hatte es wenige Informationen für die Reisenden gegeben.

Per Lautsprecher wurde dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren. Flughafenpersonal gab Wasser an die Wartenden aus. Mit speziellen Grosslüftern blies die Feuerwehr zudem frische Luft in die überhitzte Wartehalle. Sanitäter versorgten rund 30 Menschen wegen Kreislaufproblemen.

Auch am Sonntag Wartezeiten

Auch am Tag nach dem grossen Chaos bildeten sich lange Schlangen an den Schaltern der Airlines. Hunderte Passagiere warteten geduldig, um Flüge umzubuchen oder Informationen über alternative Reisemöglichkeiten, etwa mit der Bahn, zu erhalten.

Die Lufthansa hatte ihre Passagiere am Samstag gebeten, bei Reisen im Inland auf Züge umzusteigen. Die Probleme in München wirkten sich auch an den Zielflughäfen aus, Flugpläne gerieten völlig durcheinander.

Der Airport München besteht aus zwei Abfertigungsgebäuden. Das betroffene Terminal 2 wird gemeinsam von einer Betreibergesellschaft und der Lufthansa gemanagt. Von dort aus heben die Maschinen von Deutschlands grösster Fluggesellschaft und deren Partner-Airlines ab. Kaum betroffen von den chaotischen Zuständen war das Terminal 1.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sarawak am 29.07.2018 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    Nachdem in Berlin der Flughafen nicht gebaut werden kann, geht der Flughafen München wegen einer Kleinigkeit in die Knie. Deutsches Organisationstalent ist auf der Folterbank

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  • Daja Lili am 29.07.2018 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz best Note

    Ich weiss das es kein Vergleich ist aber in der Schweiz, musste ich nie in einem Feldbett schlafen. Anstatt meckern und jammern für einzelne Fälle. Bin ich den Flughäfen ZRH, BAS und GEN sehr Dankbar und verbunden für Ihre Leistung. Ihr sit geili Sieche - Bravo!

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  • Dubi am 29.07.2018 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Belanglos

    Ich nehme mal an, dass diese 40-jährige für rein gar nichts belangt wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • geboren im Dez.56 um 16.15 Uhr am 30.07.2018 01:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vernunft schützt

    Als Herz Patient leide ich unter dieser Hitze, habe es aber zu hause mit teilgedeckter Terrasse, Dusche und modern klimatisierter Stube viel besser als diese Geizflieger Gesellschaft.

    • Patricia am 30.07.2018 02:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @geboren im Dez.56 um 16.15 Uhr

      Super, sie Dez. Geborener. Es werden sich hier noch einige Geizhälse zeigen.

    • Peter M am 30.07.2018 06:57 Report Diesen Beitrag melden

      Warum Geizflieger?

      Die Billigflieger starten aus Memmingen und nicht aus München selbst.

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  • Bettina am 29.07.2018 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frau die...

    ...unkontrolliert reinkommt verursacht ein solches Chaos? Ich möchte wissen, wieviele jeden Tag unkontrolliert reinkommen ohne dass es gemerkt wird. Ist doch absurd.

  • Reto am 29.07.2018 22:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    swiss&co

    Ihr seit die geilsten hier ...wenn so ein Song runter kommt vom Himmel heisst es die haben es nicht drauf und jetzt labert ihr eine grütze aber sowas von rot....besser alles dicht und sicher....aber trotzdem krass was eine Person auslösen kann....ihr und eure Schweiz....stehen am zu kleinen Tunnel in Uri auch Feldbetten wenn mal wieder länger dauert....

    • Blanco am 29.07.2018 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      die Suisse ist ganz okay , verdienstmässig , altersversicherung , naturbezogenes wie berge , seen und flüsse , allgemein weniger abzüge lohnmässig als unser nördlicher grosser bruder , und , natürlich auch etwas mehr bescheidenheit , das verhilft der persönlichen Zufriedenheit zu ausgeglicherem Sein. Na , alles klar Reto ?

    • Reto am 29.07.2018 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Blanco

      Abzüge der war dein bester und bei großer Bruder gebe ich dir Recht....

    • Blanco am 29.07.2018 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      reto , ehrlich gesagt , ist es mir unwichtig , nichts gegen Dich , aber 30 Jahre selbständigkeit sind eben nicht ohne , zudem antwortest Du sehr schnell , das sagt vieles aus

    • Michelle am 30.07.2018 00:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      Naja, in der Schweiz geht wenigstens nicht über 50% des Lohnes an den Staat ;)

    • Moni am 30.07.2018 06:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michelle

      In Deutschland auch nicht.

    • Peter M am 30.07.2018 06:58 Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      Und warum stehen wir am zu kleinen Tunnel an? Weil alle Deutschen durch wollen. Bleibt zu Hause, dann hats kein Stau.

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  • Expraesi am 29.07.2018 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Dienstleistung

    Das mal was schief läuft ist verständlich. Shit happens.... Aber die ganzen Mengen sind ja absehbar und planbar. Ist ja nicht die erste Sommersaison. Wie unfähig muss da ein Betrieb sein? Zumal das ganze Geld schon geflossen ist. Die Betreiber haben die Kohle bevor sie Leistung erbringen. Irgendwo ignorant gegenüber dem Kunden.

  • Alesandro Pianari am 29.07.2018 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so!

    Richtig so vieleicht hört, so das Fliegen auf!!! Grün wählen und dan 2-3 mal in die ferien mit Flieger!!!

    • Gianni Tolessi am 29.07.2018 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alesandro Pianari

      etwas befremdend mit kindlichem Charakter , wertlos

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