Florida

23. Juli 2014 12:41; Akt: 23.07.2014 12:41 Print

Arbeiter halten Leiche für Halloween-Scherz

Zwei Müllmänner sollen in Florida ein verlassenes Haus räumen. Der mumifizerte Körper eines Mannes in der Garage jagt ihnen keinen Schrecken ein.

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«Was für ein gruseliger Streich», dachten sich zwei Arbeiter im US-Bundesstaat Florida, als sie in der Garage eines leerstehenden Hauses eine Person fanden, die von der Decke baumelte. Eine Gruselpuppe, die nach Halloween vergessen worden war, dachten sich die beiden und zögerten nicht lange: Sie schnitten die vermeintliche Puppe von der Decke und entsorgten sie mit dem Rest des Mülls aus dem Haus auf einer lokalen Müllhalde, so die Lokalzeitung «The Tampa Tribune».

Was sie nicht erkannten: Beim vermeintlichen Halloween-Streich handelte es sich in Wahrheit um eine menschliche Leiche, wie der amerikanische Nachrichtensender CBS berichtet. Der Sheriff des Landkreises Hernando sagte, der 33-jährige Mann, der als Jeremy Witsoth identifiziert wurde, habe vermutlich vor Wochen Selbstmord begangen. Die Polizei fand die Leiche auf der Müllhalde. Witsoths Körper sei in einem «Status der Dekomposition und Mumifizierung». Er sei seit mindestens ein paar Wochen, nicht aber mehr als eineinhalb Monate, tot.

Besitzer dachte, Puppe sei Rache des Vormieters

Die Arbeiter waren nicht die Ersten gewesen, die Witsoths Leiche für einen Halloweenscherz gehalten hatten: Der Hausbesitzer war vor der Räumung des Hauses vor Ort gewesen und hatte ebenfalls gedacht, die Leiche sei ein Scherz des Vormieters, der sich für die Räumungsklage habe rächen wollen.

Dass etwas nicht stimmte, fiel erst Angestellten der Mülldeponie auf. Sie riefen die Polizei. Die Beamten befragten auch die zwei Arbeiter, die das Haus von Witsoth räumten, als diese mit einer zweiten Ladung auf die Deponie zurückkehrten. Auch der Hausbesitzer wurde verhört.

Im Haus des Toten fand die Polizei einen Abschiedsbrief. Witsoth habe zuvor mit seiner Freundin und mehreren Kindern in dem Haus gewohnt. Dann hätten sie sich getrennt und seien gezwungen worden, das Haus zu räumen.

(cfr)