Wohnsituation

04. Mai 2011 22:31; Akt: 05.05.2011 09:09 Print

Asylbewerber verweigerten Umzug

von Désirée Pomper - Der Platz in den Asylzentren wird immer knapper. Doch der Umzug in eine Zivilschutzanlage sei nicht zumutbar, fand eine Gruppe von afrikanischen Asylbewerbern.

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Angespannte Situation gestern im Asylantenheim von Fon­tainemelon im Kanton Neuenburg: Knapp 30 Asylsuchende weigerten sich seit Montag, in eine notfallmässig bereitgestellte Unterkunft in La Chaux-de-Fonds umzuziehen. Die meist aus Nord- oder Westafrika stammenden Männer wollten nicht in der fensterlosen Zivilschutzanlage einquartiert werden. Erst unter der Androhung, den Umzug nötigenfalls mit Polizeigewalt zu erzwingen, machten sich die Männer dann gestern doch auf den Weg nach La Chaux-de-Fonds.

Das Verhalten der Migranten rief sogleich die SVP auf den Plan: Asylbewerbern, die sich solchen Unterkünften verweigerten, seien sofort die Papiere abzunehmen, schrieb sie in einem Communiqué. FDP-Nationalrat Philipp Müller fügt an: «Ihre Verweigerung ist der beste Beweis dafür, dass die Asylanten nicht an Leib und Leben bedroht sind. Sonst wären sie dankbar, sich in der Schweiz in Sicherheit zu wähnen.» Adrian Hauser von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe dagegen nimmt die Asylsuchenden in Schutz: «Auch solche Leute haben ein Recht auf menschenwürdige Unterkünfte.» Gerade für traumatisierte Kriegsflüchtlinge könnte der Aufenthalt psychisch äusserst belastbar sein. Erinnerungen an vielleicht ungerechtfertigte Gefängnisaufenthalte könnten wieder wachgerufen werden. Hauser: «Die Kantone müssen sich bemühen, bessere Asylunterkünfte zu finden als fensterlose Zivilschutzanlagen.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike am 05.05.2011 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    komische aussage

    «Auch solche Leute haben ein Recht auf menschenwürdige Unterkünfte.» und «Die Kantone müssen sich bemühen, bessere Asylunterkünfte zu finden als fensterlose Zivilschutzanlagen.» aber für das schweizer volk soll die anlage akzeptabel sein oder was?

  • Reto am 05.05.2011 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Verursachende Politiker sollen bezahlen!

    Leute die angeblich an Leib und Leben in ihrer Heimat bedroht werden und deshalb Schutz durch Asyl in der Schweiz fordern, können nicht von Schweizer Steuerzahlern verlangen, dass sie, inklusive der zu einem späteren Zeitpunkt auch noch nachkommenden Familienangehörigen und deren Eltern, nur auf feudalem Niveau finanziert werden. Das ist ja allerhand an Zumutung. Sollen doch die Politiker bezahlen, die solche Zustände verursachen und billigen.

  • Roland Habermacher am 05.05.2011 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Herzliche Einladung zum Verlassen der CH

    Die Herrschaften sind herzlichst eingeladen, unser Land umgehend zu verlassen. Sie sind ohnehin keine politischen Flüchtlinge, sondern Wirtschaftsflüchtlinge. Und von diesen haben wir hier in der Schweiz schon mehr als genug.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger Suter am 06.05.2011 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    militär

    Entschuldigung aber wir waren im Militär auch 7 Wochen in einer Zivilschutzanlage. Das geht gut. Dürfen Asylbewerber einen solch grosse Anforderung haben? Nein.

  • Der_Linke am 05.05.2011 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich war ...

    Die Zivilschutzanlagen hat man für die Schweizer Bevölkerung gebaut. So sollen diese auch dort einziehen. Man sollte eigentlich die Schweizer Bevölkerung aus den Wohungen nehmen und diese in die Zivilschutzanagen stecken. Die freien Wohungen bekomen dann die Asylbewerber. So stimmt dann dass auch wieder für Herrn Hauser. Oder habe ich etwas nicht verstanden?

  • Dino am 05.05.2011 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Geht garnicht!

    Schon komisch, Asyl suchende laufen doch Gefahr in ihrer Heimat verfolgt und getötet zu werden - sollten die dann nicht dankbar sein ein Dach über dem Kopf zu haben und in Sicherheit zu sein? Man möchte fast sagen diese wären zu unrecht hier wenn sie solche Forderungen stellen. Da muss Herr und Frau Politiker wohl ein paar mal über die Bücher - kann ja wohl nicht sein!

  • Marc am 05.05.2011 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Ganz ehrlich, wenn ich die Wahl hätte würde ich auch Gratis in die Zivilschutzanlage gehen. Denn Zuhause benötige ich auch nicht mehr als ein Bett, eine Dusche und eine Toilette. Wenn ich Sonne will, kann ich nach draussen gehen. Vor der ZS-Anlage hat es meistens genügend davon... Ich finde es sehr frecht, Gratis wohnen und grosse Ansprüche stellen...

  • Oberst G. A. Daphi am 05.05.2011 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Militär Vergleich

    Hört doch auf, das Militär mit dieser Situation zu vergleichen. Erstens wird im Militär sowieso viel menschenunwürdiges mit den Soldaten getrieben. (Bsp: Truppentransporte wo Du ungesichert hinten in einem Lastwagen zusammengepfercht wirst wie es nicht einmal für Schweinetransporte erlaubt ist. Zweitens wirst Du im Militär zwar in der ZVA schlafen, aber tagsüber mit vielen sinnlosen Aktivitäten draussen bschäftigt. Den Flüchtlingen wird aber nicht erlaubt zu arbeiten, die hängen dann dort rum.