26. April 2005 14:33; Akt: 26.04.2005 21:19 Print

Aus Habgier der Freundin Todescocktail verabreicht

Ein 40-jähriger Mann, der seine Freundin in den Selbstmord getrieben hat, wird für mindestens fünf Jahre verwahrt.

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Die schwer depressive Frau hatte immer wieder mit Suizidgedanken gespielt. Diese Situation nutzte ihr Freund eiskalt aus, um an ihr Vermögen zu gelangen. Der Bäcker drängte sie vor zwei Jahren, sich endlich umzubringen. Gleichzeitig versprach er der Frau, gemeinsam mit ihr aus dem Leben zu scheiden.

Am 4. Mai 2003 mischte er der 38-Jährigen einen tödlichen Cocktail aus Schlaftabletten und Methadon. Die Frau trank das Gemisch und starb kurze Zeit später am Gift. Kurz davor hatte der Mann, der eine Bankvollmacht seiner Freundin besass, deren ganzes Vermögen von rund 40 000 Franken abgehoben und später für Partys und Drogen ausgegeben.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte ihn wegen Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord sowie Veruntreuung und weiteren Nebendelikten zu drei Jahren Zuchthaus. Die Strafe wurde aber in eine Verwahrung umgewandelt. Er wird damit für mindestens fünf Jahre weggesperrt.