Nach 30 Jahren Einsamkeit

12. Mai 2012 00:50; Akt: 12.05.2012 09:39 Print

Aus der Geisterstadt vertrieben

Über drei Jahrzehnte lang lebten Kerry und Darrell Finsaas allein in Dore, North Dakota. Seit in dem Kaff wieder Öl gefördert wird, entwickelt sich die Geisterstadt zur Boomtown. Das Ehepaar freuts nicht.

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Im US-Bundesstaat North Dakota, der an Kanada grenzt, liegt Dore. Das Nest darf ruhig als Kaff bezeichnet werden, denn während mehr als drei Jahrzehnten lebten dort nur gerade die Eheleute Kerry und Darrell Finsaas und bewahrten Dore davor, ganz zur Geisterstadt zu verkommen.

Doch nun hat die 30-jährige Einsamkeit ein Ende, denn im Dorf wird neuerdings nach Öl gebohrt. Das hat zur Folge, dass Menschen und Maschinen mit Sack und Pack zuwandern, Baracken und Raffinerien werden errichtet.

Und, freuen sich die Finsaas über die Abwechslung nach der langen Zweisamkeit? Nein, denn sie haben ihre Isolation selbst gewählt und genossen. Nun erwägen die sie einen Wegzug aus der Boomtown Dore in eine andere Geisterstadt, aus der sie wiederum ein Zwei-Seelen-Dorf machen können.

(lue)