27. September 2005 00:20; Akt: 27.09.2005 09:11 Print

Australien will fremde Tiere zu Millionen töten

Wilde Kamele, Pferde, Esel, Schweine, Katzen und Füchse in Australien sollten nach einer Empfehlung von Experten zu Millionen getötet werden. Auch der WWF untertützt die Ausmerzaktion. Ziel sei, die heimische Artenvielfalt zu erhalten.

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Dies sieht ein Parlamentsbericht vor, der den australischen Abgeordneten im November unterbreitet werden soll. Nach den Worten des Vorsitzenden des Parlamentsausschusses, Alby Schultz, stellen die vor über 200 Jahren von europäischen Einwanderern eingeführten Tiere eine Gefahr für Umwelt und Landwirtschaft dar.

«Diese Tierarten müssen ausgemerzt werden», forderte Schultz. Angesichts einer geringen Zahl von Raubtieren und weiten dünnbesiedelten Gebieten konnten sich europäischstämmige Tierarten auf dem fünften Kontinent ungehindert verbreiten.

Nach Schätzungen der Umweltschutzbehörden leben inzwischen unter anderem 23 Millionen Schweine, fünf Millionen Esel und 300 000 Pferde in freier Wildbahn. Sie richten laut dem Bericht jährlich einen Schaden von umgerechnet 700 Mio. Franken in der Landwirtschaft an.

WWF dafür - «Fremde» Tiere bedrohen Umwelt

Der Ausschussbericht empfiehlt, diese landesfremden Tierarten auszurotten. Auch die Umweltorganisation WWF unterstützt den Vorschlag.

«Diese Tiere haben seit ihrer Ankunft in unserem Land unsere Umwelt bedroht», urteilt der australische WWF-Vertreter Nicola Markus. Er forderte allerdings, die Tiere möglichst so zu töten, dass sie nicht leiden müssen.

(sda)