Ausbau

01. September 2009 15:28; Akt: 01.09.2009 15:42 Print

Bald mehr Wetterradare in der Schweiz

Wo regnete es wann? Genau solche Informationen lassen sich mit Hilfe von Wetterradar-Anlagen gewinnen. Nun ersetzt der Bund sein Radarnetz – und will es ausbauen.

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Als erstes erneuert wird im Oktober 2010 der Wetterradar auf dem Monte Lema im Tessin. In den darauffolgenden Jahren werden die 16 Jahre alten Anlagen auf dem Albis in der Nähe von Zürich und auf dem La Dôle bei Genf ersetzt.

Wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) am Dienstag mitteilte, werden die drei neuen Wetterradare mit digitalen Empfängerkomponenten und doppelter Polarisation für zweidimensionale Messungen ergänzt. Damit seien detailliertere Niederschlagsinformationen in noch höherer Auflösung möglich.

Das Radarteam von MeteoSchweiz werde verfeinerte Algorithmen und Methoden erarbeiten, um aus den neuen Radardaten zuverlässige und detailliertere Informationen über Regen, Schnee und Hagel abzuleiten, heisst es in der Mitteilung. Ziel sei, die Atmosphäre und die Wetterentwicklung über der Schweiz noch genauer zu überwachen.

Zwei zusätzliche Wetterradare geplant

Um die Niederschläge in den inneralpinen Regionen der Schweiz besser erfassen zu können, plant MeteoSchweiz eine Erweiterung des Netzwerkes um zwei Wetterradaranlagen. Vorgesehen sei, bis 2012/13 im Wallis und in Graubünden je einen Wetterradar in Betrieb zu nehmen, sagte Bärbel Zierl, Mediensprecherin von MeteoSchweiz, auf Anfrage.

Das Radarnetzwerk liefert rund um die Uhr detaillierte Bilder über Regen, Schnee und Hagel. Diese sind unverzichtbare Grundlage für Gewitterwarnungen und Wetterprognosen. Genutzt werden die Daten nicht nur für den nationalen Wetterdienst von MeteoSchweiz, sondern auch von Flugsicherung, Hochwasserschutz, Bevölkerungsschutz, Wasserwirtschaft, Tourismus, Versicherungen sowie Landwirtschaft und Wissenschaft.

(sda)