Femen

01. März 2011 16:02; Akt: 01.03.2011 16:37 Print

Barbusig gegen Sextourismus

Immer wieder gern gesehen: Die Femen, eine ukrainische Frauengruppe, die gegen vieles immer wieder gleich protestiert, nämlich nackt.

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«Willkommen in der Hölle» und die «Ukraine ist kein Bordell», heisst es unter anderem auf den Transparenten. (Bild: Keystone)

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Mit drastischen Mitteln haben neun Frauen in der Ukraine ihrem Unmut über den weitverbreiteten Sex- und Heiratstourismus in ihrer Heimat Luft gemacht: Bei klirrender Kälte nur spärlich mit Hochzeitsroben und Schleiern bekleidet, entblössten die Mitglieder der Protestgruppe Femen vor dem zentralen Standesamt in Kiew ihre Brüste. «Ukrainische Frauen sind keine Handelsware», erklärte Femen-Vorsitzende Anna Hutsol am Dienstag. Die Demonstranten hielten Transparente in die Höhe, auf denen «Ukraine ist kein Bordell» zu lesen war.

Mit der Aktion übten die Frauen Kritik an einem neuseeländischen Radiosender «The Rock FM», der einem Hörer eine Reise in die Ukraine gesponsert hatte, um eine im Katalog bestellte Ehefrau zu finden. «The Rock FM» war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Entblösst vor ausländischen Botschaften

Auch der italienische Premierminister und Mädchenflüsterer Silvio Berlusconi geriet ins Visier der entblössten Frauen. Am 14. Februar protestierten die Femen vor der italienischen Botschaft in Kiew und verlangten den Rücktritt des sexbesessenen Staatsoberhauptes.

Hosni Mubarak ging es nicht anders. Am 3. Februar entblösste sich die Frauengruppe vor der ägyptischen Botschaft und forderte den Rücktritt des damaligen Herrschers über das Land am Nil.

(whr/ap)