Ermordete Touristin in Thailand

09. April 2019 21:40; Akt: 09.04.2019 21:40 Print

Deutschland warnt vor Vollmond-Partys

Eine deutsche Touristin wurde auf einer thailändischen Insel vergewaltigt und getötet. Die Behörden in Deutschland mahnen Thailand-Reisende zur Vorsicht.

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Der Tod der 26-jährigen Backpackerin Miriam B. sorgt weltweit für Bestürzung. Die Deutsche soll während eines Tagesausflugs auf der Insel Ko Si Chang von einem Einheimischen vergewaltigt und brutal getötet worden sein. Es ist nicht das erste Mal, dass in Thailand eine Touristin getötet wird.

Nun warnen die Behörden in Deutschland vor der zunehmenden Kriminalität an thailändischen Tourismus-Hotspots. «Thailand verzeichnet zunehmende Kriminalität (auch Diebstahl, Vergewaltigung, Raubüberfall, teilweise mit Todesfolge)», schreibt das deutsche auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen. Besonders betroffen seien die Tourismushochburgen Phuket, Ko Samui und Pattaya.

«Es ist mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen»

«Auf den monatlich stattfindenden Mondschein-Partys (Full Moon Party) auf der nördlich von Ko Samui gelegenen Insel (Ko) Pha Ngan ist es bereits mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen. Wiederholt sind Frauen und Mädchen von unter Drogen oder Alkohol stehenden Teilnehmern vergewaltigt worden», warnt das Amt.

Ähnlich sieht dies das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten: «Lassen Sie auf den Inseln Ko Phangan und Ko Tao erhöhte Vorsicht walten, besonders während der Vollmond-Partys. Wiederholt sind Vergewaltigungen und andere Gewaltdelikte (mit Todesfolge) gemeldet worden. Oft sind Getränke im Spiel, die mit Betäubungsmitteln versetzt worden sind.»

Beschuldigter zeigt sich geständig

Miriam B. war nach ersten Erkenntnissen mit einem gemieteten Motorroller auf der Insel Ko Si Chang unterwegs, als sie vom mutmasslichen Täter angesprochen wurde. Der Einheimische soll sie um Sex gebeten haben. Als die 26-Jährige ablehnte, vergewaltigte er sie. Als sie ihm mit der Polizei drohte, schlug er mit einem Stein auf ihren Kopf ein, bis sie sich nicht mehr bewegte.

Im Anschluss versteckte der Beschuldigte die Leiche hinter einem Felsen und bedeckte sie mit Steinen und Blättern. Trotzdem wurde die Leiche, die auch ein gebrochenes Bein aufwies, wenige Stunden später gegen 6 Uhr von einem weiteren Reisenden entdeckt. Dieser rief sogleich die Polizei, die die Insel absperrte und den Täter fassen konnte. Er wurde in seiner eigenen Wohnung noch in den blutigen Kleidern festgenommen. Der Verdächtige behauptet, während der Tat unter Drogeneinfluss gestanden zu sein.

(doz)