Unglück auf der Donau

11. Juni 2019 08:28; Akt: 11.06.2019 11:27 Print

So sieht das Touristenboot nach tödlichem Crash aus

Beinahe zwei Wochen ist es her, dass in Budapest ein Touristenschiff mit einem Kreuzfahrtschiff kollidiert ist. Erst jetzt kann mit der Bergung begonnen werden.

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Fast zwei Wochen nach dem tödlichen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest hat die ungarische Polizei mit der Bergung des Schiffswracks begonnen. Es wird voraussichtlich sechs Stunden dauern, das gesunkene Schiff mit einem Spezialkran aus dem Wasser zu heben.

Zwischendurch soll das Wrack immer wieder von Tauchern untersucht werden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Das Ausflugsboot war am 29. Mai auf einem bei Touristen beliebten Abschnitt der Donau im Stadtzentrum von Budapest mit einem viel grösseren Flusskreuzfahrtschiff zusammengestossen. Das kleine Boot mit 33 südkoreanischen Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord sank innerhalb weniger Sekunden.

Schiff kentert auf Donau

Kapitän verhaftet

Nur sieben Insassen überlebten das Unglück. Die Zahl der geborgenen Todesopfer liegt mittlerweile bei 20. Acht Menschen werden noch vermisst, darunter ein sechsjähriges Mädchen und der Kapitän des Ausflugsbootes. Wegen der starken Strömung in der Donau konnten Taucher bisher nicht in das Wrack vordringen. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich daher darauf, die Bergung des Wracks vorzubereiten.

Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs war nach dem Unglück verhaftet worden. Gegen ihn wird wegen einer Gefährdung des Schiffsverkehrs mit Todesfolge ermittelt.

(sda)