Extremsportler

17. Mai 2012 22:33; Akt: 18.05.2012 08:31 Print

Berner balanciert als Erster zum Matterhorn

von Lorenz Hanselmann - Der Berner Stephan Siegrist ist als erster Mensch vom Italiener- zum Schweizergipfel des Matterhorns balanciert. In Socken. Bei minus fünf Grad.

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Seiltanz mit atemberaubender Aussicht vom Matterhorn: Stephan Siegrist balanciert auf dem Seil vom Italiener- zum Schweizergipfel. (Bild: visualimpact.ch | Thomas Senf)

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Obwohl es kalt war auf dem Gipfel des Matterhorns, zitterten Stephan Siegrists Knie nicht. Am 10. Mai ist der Berner über den Abgrund vom Italiener- zum Schweizergipfel auf 4477,5 Metern über Meer balanciert – ohne Schuhe, damit er das Seil besser spürt. Nur die Socken behielt er wegen der Kälte an. Dass die Felswände links und rechts steil abfielen, blendete er aus.

Siegrist sicherte sich durch ein dünnen Strick und setzte den ersten Fuss auf das Seil. «Hätte ich auch nur ein bisschen Angst gehabt, wäre ich nicht losgelaufen.» Das wissen auch seine Frau und seine beiden Söhne (16 Monate und acht Jahre): «Sie vertrauen auf meine langjährige Erfahrung und sind deshalb auch während meinen Aktionen immer sehr entspannt.»

Weiter auf Rekordjagd

Bei seinem jüngsten Vorhaben klappte alles wie am Schnürchen: Der Wind blies nur schwach; mit circa minus fünf Grad war es kalt genug, damit das Seil an Fels und Eis hielt, aber nicht so kalt, dass der 39-Jährige seine Füsse nicht mehr spürte. Etwa drei Minuten dauerte der zehn Meter lange Weg vom Italiener- zum Schweizergipfel.

Nun ist der Extremsportler der Erste, der am Matterhorn eine Highline überquert hat. Dennoch ist es nicht die Jagd nach neuen Rekorden, die den 27-fachen Eigernordwand-Besteiger, Eiskletterer, Basejumper und Seilartist auf Trab hält. Siegrist: «Mich zieht einfach die Schönheit der Berge an. Und ich liebe die Slack­line.»

www.stephan-siegrist.ch

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Frisch am 18.05.2012 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hammer

    Frida Schmid, du musst einmal richtig lesen. Er ist gesichert. Also gibt es überhaupt kein risiko, dieses wunderschöne Hobby zu machen. Ich finds super

  • marco am 18.05.2012 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    woo

    woow starke Leitung :O

  • christof am 18.05.2012 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    super

    die highline ist nicht ein dünner strick sondern besteht aus einem ca. 3cm breiten band das zusätzlich mit einem bergseil gesichert wird. also es wird ein doppeltes sicherheitssystem aufgebaut. an seinem klettergurt ist eine sicherungsschlinge angebracht die ihn im falle eines sturzes sicher auffängt. also: absolut kein extremsport und sehr sicher! grossartige leistung :-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • christof am 18.05.2012 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    super

    die highline ist nicht ein dünner strick sondern besteht aus einem ca. 3cm breiten band das zusätzlich mit einem bergseil gesichert wird. also es wird ein doppeltes sicherheitssystem aufgebaut. an seinem klettergurt ist eine sicherungsschlinge angebracht die ihn im falle eines sturzes sicher auffängt. also: absolut kein extremsport und sehr sicher! grossartige leistung :-)

  • Max Frisch am 18.05.2012 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hammer

    Frida Schmid, du musst einmal richtig lesen. Er ist gesichert. Also gibt es überhaupt kein risiko, dieses wunderschöne Hobby zu machen. Ich finds super

  • marco am 18.05.2012 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    woo

    woow starke Leitung :O

  • Frida Schmid am 18.05.2012 05:35 Report Diesen Beitrag melden

    verantwortungslos

    Etwas verantwortungs- und hirnlos für einen verheirateten Vater von 2 Kindern. Kein weierer Kommentar!

    • marco jenni am 18.05.2012 08:24 Report Diesen Beitrag melden

      gesichert

      Lesen Sie nicht richtig?? Er war gesichert!

    • Ueli G. am 18.05.2012 08:33 Report Diesen Beitrag melden

      Eigenverantwortung

      Extremsportler wissen in der Regel sehr genau was sie tun und wie hoch das Risiko ist. Sie sind sich ihrer Verantwortung bewusst und handeln dementsprechend. Dieses Verhalten geht leider in der heutigen Gesellschaft immer mehr verloren, keiner will mehr die Verantwortung für sein tun übernehmen. Der Erfolg so einer Aktion hängt in erster Linie vom Sportler ab, nicht wie z.B. im Verkehr wo man den anderen Teilnehmern quasi ausgeliefert ist, und das ist manchmal viel beängstigender. Im Übrigen war er ja angebunden ;-) MfG

    • Koni L. am 18.05.2012 09:03 Report Diesen Beitrag melden

      -5° kalt

      ja was wäre denn passiert wenn es - 5° kalt gewesen wäre hätte er das Vorhaben auf einen wärmeren Tag verschoben??

    • Finsteraarhörnli am 18.05.2012 09:09 Report Diesen Beitrag melden

      Sicherer als die Stadt(verkehr)....

      Es ist viel riskanter auf der Strasse zu laufen oder Zuhause zu sitzen als an einem gesicherten Seil zu balancieren.

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