Sexueller Missbrauch

13. Februar 2011 17:38; Akt: 13.02.2011 17:38 Print

Beschuldigter Priester nimmt sich das Leben

In der Westschweiz war gegen zwei Priester wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen ermittelt worden. Einer der Beschuldigten hat jetzt im Kanton Genf Suizid begangen.

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Das Dossier des Priesters, dem sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde, war den Justizbehörden übergeben worden, weil die ihm vorgeworfenen Taten nicht verjährt waren.

Die Genfer Kantonspolizei habe den Suizid am Samstag zur Kenntnis genommen, bestätigte ein Sprecher eine Meldung der Westschweizer SonntagsZeitung «Le Matin Dimanche». Der Mann beging die Tat im Kanton Genf.

Vom Dienst suspendiert

Die beiden Priester aus den Kantonen Genf und Waadt waren für die Dauer der Ermittlungen vom Dienst suspendiert worden, wie das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg am Mittwoch mitgeteilt hatte.

Ein Sprecher des Bistums hatte am Donnerstag nicht bekanntgeben wollen, ob die Opfer der beiden beschuldigten Priester Mädchen oder Knaben waren. Ebenfalls keine Angaben waren zur Zahl der Opfer und zum Alter der Priester erhältlich.

Dem zweiten Priester wird im Kanton Waadt sexueller Missbrauch vorgeworfen. Seine Taten sind strafrechtlich jedoch verjährt. Sein Dossier übergab das Bistum dem Heiligen Stuhl in Rom mit der Bitte, die Verjährung nach kanonischem Recht aufzuheben.

Das bedeutet, dass in diesem Fall der Übergriff - oder die Übergriffe - mindestens 20 Jahre zurückliegen muss.

(sda)