Merapi

03. November 2010 12:37; Akt: 03.11.2010 14:08 Print

Bislang grösste Eruption des Merapi

Nach dem bisher heftigsten Ausbruch des Merapi ist in einem Flüchtlingslager Panik ausgebrochen. Die Aschewolke des Vulkans wuchs bis zu 10 Kilometer in die Höhe.

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Der Vulkan stiess auch am 9. November 2010 wieder Gas- und Aschewolken aus. Fast 280.000 Menschen, die normalerweise an den fruchtbaren Hängen des Merapi leben, halten sich derzeit in Notunterkünften auf. Die Zahl der Todesopfer nach dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Merapi ist auf 153 gestiegen. Mahrere Opfer sind aus den Trümmern eines verschütteten Dorfes geborgen worden. Andere sind ihren schweren Verbrennungen erlegen. 8. November 2010: Aus Furcht vor weiteren Eruptionen des Vulkans Merapi verlassen immer mehr Menschen die nahegelegene Grossstadt Yogyakarta. Der Flughafen der 400.000-Einwohner-Stadt war am Montag weiter geschlossen. Die Menschen waren daher bei ihrer Flucht auf Züge und Autos angewiesen. Manche versuchten tagelang vergeblich, eine Bahnfahrkarte zu ergattern. Ganze Siedlungen am Rande der Stadt sind bereits verwaist. Die grösste Bedrohung für Yogyakarta geht nach Ansicht von Experten nicht von den Gas- und Aschewolken aus, die der 30 Kilometer entfernte Vulkan auch am Montag wieder ausstiess. Eine erhebliche Gefahr stellt vielmehr der Fluss Code dar, der direkt ins Stadtzentrum fliesst. 3. November 2010: Bei der bislang grössten Eruption schleuderte der Merapi Asche bis zu 10 Kilometer hoch in die Atmosphäre. Lava rinnt den Merapi hinab. Schüler spielen im Dorf Candi Binangun bei Yogyakara. Im Hintergrund speit der Merapi Asche in die Luft. Ein Bagger schafft eine beim Vulkanausbruch getötete Kuh in Kaliadem bei Yogyakarta weg (2. November 2010). Der Krater des Merapi glüht am 1. November 2010. Die Opfer des Vulkanausbruchs werden in einem Massengrab beigesetzt. Anwohner verlassen eine Gefahrenzone (1. November 2010). Die Asche dringt auch in Häuser ein und bedeckt alles, hier in Kaliadem. Die Asche hat auch viel Kulturland einstweilen zerstört. Aus sicherer Ferne beobachten zwei Töfffahrer den Merapi. 26. Oktober 2010: Rettungskräfte bringen Verletzte ins Spital von Pakem, nach dem Ausbruch des Vulkans Merapi auf der indonesischen Insel Java. Der Merapi hat Asche und Steine in die Luft geschleudert. Rettungskräfte suchen nach Verletzten. Tausende Dorfbewohner wurden evakuiert. Sorgen bereitete am 26. Oktober vor allem auch der steigende Druck im Krater.

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Der Vulkan Merapi in Indonesien hat bei der bislang grössten Eruption Aschewolken bis zu zehn Kilometer weit geschleudert. Die Regierung erweiterte am Mittwoch die offizielle Gefahrenzone um fünf auf 15 Kilometer und ordnete weitere Evakuierungen an. In dem bereits zuvor eingerichteten Flüchtlingslager brach unter den Bewohnern Panik aus, als sie den gewaltigen Ausbruch des Vulkans verfolgten. Viele Kinder weinten.

Über neue Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Bislang hat der Vulkan seit seinem ersten Ausbruch am 26. Oktober 38 Menschen das Leben gekostet, die meisten kamen am ersten Tag ums Leben. «Das ist eine aussergewöhnlich starke Eruption, dreimal so stark wie bei beim ersten Mal», sagte der Vulkanologe Surono.

Der Ausbruch am Mittwochnachmittag (Ortszeit) folgte auf mehrere kleinere Eruptionen am Morgen, bei denen glühende Gaswolken freigesetzt wurden. Die meisten Anwohner des Vulkans wurden seit Beginn der Eruptionen am 26. Oktober bereits in Sicherheit gebracht. Wissenschaftler vermuten, dass der Ausbruch noch mehrere Wochen andauern könnte.

Der 3000 Meter hohe Merapi zählt zu den aktivsten und gefährlichsten Vulkanen Indonesiens. Das südostasiatische Land liegt im sogenannten pazifischen Feuerring mit zahlreichen Vulkanen, in dem Verschiebungen von Erdplatten immer wieder zu Erschütterungen führen. Das folgenschwerste Beben der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich im Dezember 2004 vor Sumatra und löste einen Tsunami aus, der rund um den Indischen Ozean 230 000 Menschen das Leben kostete.

Aufnahmen vom 3. November:


(Quelle: YouTube)

(ap)