Nachgeholfen

24. Mai 2012 03:53; Akt: 24.05.2012 10:57 Print

Bluff am rumänischen TV wirbelt Staub auf

Um einen Sandsturm spektakulärer erscheinen zu lassen, greift ein rumänischer Reporter in einer Live-Schalte zu unlauteren Mitteln. Doch der Beschiss fliegt auf.

Quelle: Youtube/TheMctano
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Adrian Boioglu wird sicher nicht den Preis für den besten Journalisten des Jahres gewinnen, eher schon jenen für die besten Spezialeffekte. Boioglu, ein TV-Reporter des rumänischen Nachrichtensenders Realitatea TV, wurde wegen einer missglückten Live-Reportage zum Gespött in seinem Land.

Am 12. Mai berichtete Boioglu live von einem aufkommenden Sturm aus der rumänischen Hafenstadt Constanta. Um die Situation etwas dramatischer darzustellen als sie eigentlich war, soll er einen Helfer gebeten haben, die Auswirkungen eines Sandsturms zu simulieren, berichtet das österreichische News-Portal Austrian Times.

Helfer im Hintergrund

«Schon jetzt weht der Wind sehr heftig! Bei einer Windgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h ist es zeitweise unmöglich, sich am Strand aufzuhalten. Sonnenschirme fliegen durch die Luft und Touristen wurden aufgefordert, die Promenade zu verlassen», sagte er in seiner Live-Reportage.

Doch das war ihm noch nicht spektakulär genug. «Jetzt zeigt Ihnen mein Kollege, Kameramann Dorin Boboc, wie stark der Wind weht», sagte Adrian Boioglu zu den Zuschauern. Der angesprochene Kameramann schwenkt Richtung Strand. Doch dreht er dabei seine Linse ein wenig zu weit nach rechts. Ein heimlicher Komplize taucht im Bild auf. Man sieht, wie dieser ständig mit seinem Fuss in den Sand tritt, damit dieser aufgewirbelt wird und in Richtung des TV-Reporters fliegt, berichtet die rumänische Website paginademedia.ro.

Realitatea TV hat seinen Reporter verteidigt und betont, dass der Beitrag ohne «Spezialeffekte» geplant war. Der Mann habe den Sand nur aufgewirbelt, um den TV-Reporter zu ärgern. Diese Version der Geschichte kann man glauben – oder auch nicht.

(hag)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erika am 24.05.2012 05:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Betrug

    Auch fliegt der Sand nicht gleichmässig, wie bei einem Sturm. Lächerliche Aktion!

  • Beni am 24.05.2012 05:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht frech sondern hilfreich

    Ist doch hilfreich, dass man anhand des aufgeworfenen Sandes überhaupt erst erkennen und nachvollziehen kann, wie stark der Wind überhaupt ist. Ohne diese Aktion könnte man dies nämlich kaum erkennen.

  • Peter am 24.05.2012 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wie Bizarr!

    WAS, kein Photoshop!!!!! Reality TV!!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dante Miller am 24.05.2012 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    das stimmt doch gar nciht :)

    Damit sollte nur die Windstärke deutlicher gemacht werden...ihr Einsteins :) Aber gar keine Frage....sieht schon geil aus :-D

  • Klaus am 24.05.2012 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht 'ganz' richtig.

    Schon mal daraufgekommen, dass die 'Komplizen' den Sand aufwirbeln zwecks Verdeutlichung der Windgeschwindigkeit?So etwas kann man nur Fehlinterpretieren, wenn irgendetwas im Kopf eben nach Pleiten, Pech und Pannen bei anderen sucht.Also die Gier auf Schadenfreude, sozusagen.

  • Albertos am 24.05.2012 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Medien

    Milliarden schwere Konzerne. Ich glaube nicht weil sie uns mit Informationen versorgen, die Tatsache sind, sondern viel mehr mit solchen die wir gerne hätten..

  • Peter am 24.05.2012 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wie Bizarr!

    WAS, kein Photoshop!!!!! Reality TV!!!!

  • Great Switzerland am 24.05.2012 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    :-)))))))

    Hahaha! Definitv ein Beitrag auf 20min wert! Hier hat man wenigstens zu Lachen!