Drohung eingegangen

10. Januar 2011 15:51; Akt: 10.01.2011 20:12 Print

Bombenalarm in Martigny und Brig

Die Kantonspolizei Wallis hat die Migros-Filiale in Brig VS geräumt und in Martigny eine gesamte Strasse evakuiert. An beiden Orten ist offenbar eine Bombendrohung eingegangen.

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Alarm im Zentrum: Die gesperrte Strasse Marc Morand in Martigny. (Bild: Leser-Reporter)

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Schock für eine Migros-Kundin in Brig VS: Kurz vor 13 Uhr fand sie auf der Damentoilette eine Bombendrohung. «Um 15 Uhr geht eine Bombe hoch», stand da handgeschrieben mit einem schwarzen Stift an der Wand, wie Polizei-Sprecher Markus Riederer gegenüber dem lokalen «Radio Rottu Oberwallis» sagte. Das Schriftbild weist gemäss Polizei auf einen Erwachsenen hin. Ein Kinderstreich kann deshalb wohl ausgeschlossen werden.

Die Kantonspolizei ging nach der Alarmierung durch die Direktion der Migros kein Risiko ein: Die Beamten räumten kurz vor 14.30 Uhr die Filiale, berichtet Leser-Reporterin Sandra Imesch. «Wir gehen noch immer von einem Ernstfall aus», bestätigte Sprecher Markus Riederer die Meldung. Weshalb auch die umliegenden Gebäude geräumt sowie die Querstrasse von Migros bis zur Bahnhofstrasse gesperrt wurden.

Nachdem die Bombe nicht hochgegangen war, durchsuchte die Polizei die Filiale dann kurz nach 16 Uhr mit einem Sprengstoff-Spürhund, auch Bomben-Spezialisten waren vor Ort. Eine Bombe wurde nicht gefunden - vermutlich handelte es sich um einen Fehlalarm. Riederer ging jedenfalls davon aus, dass die Migros bald wieder geöffnet werden könne. «Die Entscheidung liegt letztlich aber bei der Migros.» Es sei nicht das erste Mal, dass die Migros von einer Bombendrohung betroffen sei.

Auch im von Brig etwa 150 Kilometer entfernten Martigny musste im Zentrum der Stadt eine ganze Strasse geräumt werden - ebenfalls wegen einer Bombendrohung. Das Restaurant Titanic an der Rue Marc Morand hatte um 16.35 Uhr eine Drohung erhalten, dass in 20 Minuten eine Bombe hochgehen würde. Ob zwischen den beiden Drohungen in Martigny und Brig ein Zusammenhang besteht, wollte die Walliser Polizei nicht sagen.

In Martigny wurden die Strasse gegen 18 Uhr wieder frei gegeben. Offenbar handelte es sich auch hier um einen falschen Alarm.

Polizei warnt

Die Polizei nahm Ermittlungen auf, um die Urheber der Drohungen zu finden. Weitere Einzelheiten zu den Vorfällen wollte sie nicht bekanntgeben.

Wer der Bevölkerung mit einer Bombe droht - und sei es auch nur aus Jux -, begeht ein schweres Delikt, das mit Gefängnis betraft werden kann. Delikte dieser Art hätten schwerwiegende finanzielle Folgen für die betroffenen Unternehmen und verursachten grosse Interventionskosten, die von der Täterschaft übernommen werden müssten, ruft die Walliser Kantonspolizei in Erinnerung.

(amc)