Drohnenfoto

15. April 2019 19:09; Akt: 16.04.2019 09:32 Print

So hat es im Inneren der Kathedrale gebrannt

Die Kathedrale von Notre-Dame stand in Flammen. Ein Bild von oben zeigt, wie das Feuer gewütet hat.

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«Wir werden die Notre-Dame wieder aufbauen»: Der französische Staatschef Emmanuel Macron vor der Notre-Dame. (15. April 2019) Das Ausmass der Zerstörung ist noch nicht klar: Bild aus dem Innern der Kathedrale. Diue Flammen sind laut der Parier Feuerwehr mittlerweile unter Kontrolle. «Die Intensität des Feuers hat nachgelassen», sagte der französische Innenstaatsekretär Laurent Nuñez. Die Gefahr eines Einsturzes des nördlichen Glockenturms ist nach seinen Angaben vorerst gebannt. Am späten Montagabend teilte der Leiter des Feuerwehrteams, Jean-Claude Gallet, mit, dass die Struktur von Notre-Dame nach mehrstündigen Löscharbeiten «gerettet» sei. Ein Drohnenbild zeigt, wie sich die Flammen im Inneren der Kathedrale ausbreiten. Beeindruckend: Die Rauchwolke ist aus der Luft zu sehen. Ob die Flammen auch das Gewölbe erreichen werden, das die Kathedrale schützt, sei noch unklar. Emmanuel Gregoire, Beigeordneter der Pariser Bürgermeisterin, sagte, es werde versucht, alle Kunstwerke zu retten, «die noch zu retten sind». Der kleine Spitzturm der Kathedrale brach zusammen. Dabei handelte sich um einen kleineren Turm in der Mitte des Daches. Aus den beiden grossen Türmen der Kathedrale drang schwarzer Rauch. Der Feuerwehr zufolge brach der Brand gegen 18.50 Uhr aus und breitete sich rasend schnell aus. Emmanuel Gregoire, Beigeordneter der Pariser Bürgermeisterin, sagte, es werde versucht, alle Kunstwerke zu retten, «die noch zu retten sind». Der Brand schien von den Baugerüsten auszugehen, die auf dem Dach installiert waren. Die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame in Paris steht in Flammen. Eine dichte Rauchwolke schraubte sich in den Himmel. Alles brennt», sagte der Sprecher von Notre Dame, André Finot. «Von dem Dachstuhl, der zu einem Teil aus dem 19. Jahrhundert und zum anderen Teil aus dem 13. Jahrhundert stammt, wird nichts übrig bleiben». Ob die Flammen auch das Gewölbe erreichen werden, das die Kathedrale schützt, sei noch unklar. Die Bestürzung in Paris ist gross. Die Feuerwehr rief die Einwohner auf, die Gegend zu meiden und den «Rettungsfahrzeugen Platz zu machen». Ungeachtet dessen bildeten sich an den Quais und auf den Brücken große Zuschauermengen. Viele machten Fotos mit ihren Handys. Ein Teil der Seine-Insel, auf der die Kathedrale steht, wird seit 19.30 Uhr evakuiert. Löschwagen aus ganz Paris rasten zur Isle de la Cité, der Insel inmitten der Seine, auf der Notre-Dame steht. Die Polizei von Paris bat Passanten, sich vom Tatort zu entfernen, weil das Feuer derzeit so stark sei, dass Asche und Glut über sie fallen könnten. Nach weniger als zwei Stunden wurde bereits ein Teil des Dachs von den Flammen zerstört. Einem Sprecher von Notre-Dame zufolge brach der Brand gegen 18.50 Uhr auf dem Dachboden der Kathedrale aus. Sie wird zur Zeit aufwändig restauriert. Laut Feuerwehr könnte der Brand mit den Arbeiten zusammenhängen. Leser-Reporter teilen Bilder der Rauchwolke auf sozialen Medien. Wie «Le Parisien» berichtet, soll das Feuer am späten Nachmittag ausgebrochen sein. Das Feuer stehe möglicherweise in Zusammenhang mit Renovierungsarbeiten, wie die Feuerwehr mitteilte. Laut eines Sprechers wurde der Brand um 18.50 Uhr gemeldet. Das Feuer sei auf dem Dachboden ausgebrochen. Auf Bildern im französischen Fernsehen war eine grosse Rauchsäule über dem Pariser Wahrzeichen zu sehen. Die Polizei gab zunächst keine Informationen über den Zwischenfall bekannt.

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Die Feuerwehr von Paris hat einen Kampf gegen die Uhr geführt. Löschwagen und 400 Feuerwehrmänner aus ganz Paris rasten zur Isle de la Cité, der Insel inmitten der Seine, auf der Notre-Dame steht, um bei den schwierigen Löscharbeiten der Kathedrale zu helfen. «Alles brennt», sagte der Sprecher von Notre-Dame, André Finot.

«Meine Kollegen würden sehr wahrscheinlich lieber hineingehen, aber das Ziel ist, keine Männer zu verlieren», sagte ein Feuerwehrmann zu «Le Figaro». Derzeit verwendet die Feuerwehr «grosse Leitern mit gelenkigen Hubarmen». Wasser aus der Luft über Notre-Dame abzuwerfen komme nicht infrage, twitterte ein Mitarbeiter der Zivilschutzbehörde, da dies «die Struktur des Gebäudes zerstören könnte.»

Paris steht unter Schock

Die Stadt Paris steht unter Schock: Auf Bildern im französischen Fernsehen war am Montagabend eine grosse Rauchsäule über dem Dach der Kathedrale Notre-Dame zu sehen. Auf den Strassen und den Brücken rund um das Pariser Wahrzeichen versammelten sich bald Hunderte von Menschen, unter anderem viele Touristen. Viele umarmten sich, andere weinten.

Wie «Le Figaro» berichtet, musste die Polizei Passanten bitten, sich von der Stelle zu entfernen, weil das Feuer so stark war, dass Asche und Glut über sie fallen könnten. Ein Feuerwehrmann gab gegenüber einem Journalisten von «Le Figaro» zu, dass das Feuer nicht unter Kontrolle stehe. «Es wird noch lange brennen», sagte der Mann.

Trump weiss, wie man das Feuer löschen könnte

Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, äusserte ihr Bestürzen über das «schreckliche Feuer». Ihr Team traf sich zu einer Krisensitzung. Präsident Emmanuel Macron sagte wegen des Brands der Kathedrale eine wichtige Fernsehansprache ab, die ursprünglich für 20 Uhr geplant war. Auf Twitter schrieb er, er sei in Gedanken bei «allen Katholiken und allen Franzosen. Wie alle unsere Landsleute bin ich heute Abend traurig, diesen Teil von uns brennen zu sehen.»



US-Präsident Donald Trump twitterte seinen Vorschlag für eine rasche Löschung des Feuers: «Es ist schrecklich, das massive Feuer in der Kathedrale Notre-Dame in Paris zu sehen. Vielleicht könnten Löschflugzeuge verwendet werden, um es zu löschen. Man muss rasch handeln!»


Notre-Dame ist eine der Pariser Top-Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen von Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Île de la Cité. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Fast 200 Jahre vergingen bis zur Fertigstellung.

(kle)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M.M am 15.04.2019 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr traurig

    Zwei Weltkriege überstanden und jetzt so enden! Echt traurig!! Schwer das mit an zu sehen.

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  • tina72 am 15.04.2019 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Beileid an die Franzosen

    Traurige Bilder. Tut mir im Herzen weh!

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  • Mike am 15.04.2019 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Furchtbarer Verlust

    Kathedralen sind die schönsten Bauten, die es auf dieser Erde überhaupt gibt. Was für ein furchtbarer Verlust von Kulturgut für die Menschheit.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Naseohrenzunge am 22.04.2019 00:58 Report Diesen Beitrag melden

    Spürhund

    Menschen sind die primitivsten Geschöpfe. Jede Kakerlake hat mehr Solidaritätsgefühl/ Handlungsfreiheit wie jeder Mensch

  • Ankenfett am 22.04.2019 00:53 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Ich bin so froh dass mit diesen Mia spenden die Priester weiterhin bezahlt werden können um minderjährige zu misbrauchen. Danke für ihre Spende!!

  • sun dra am 21.04.2019 22:56 Report Diesen Beitrag melden

    sponsoren gesucht für sri lanka

    da bin ich ja gespannt ob sich für die kirchen in sri lanka auch so schnell sponsoren gefunden werden..

  • Vanja am 21.04.2019 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Kein gutes Omen...

    wenn Gotteshäuser brennen.

    • AF am 21.04.2019 21:05 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Gotteshaus

      Das war kein Gotteshaus, sondern ein Götzentempel, mit dämonischen Fratzen. Aber das wollen viele Leute, auch die angeblichen Christen nicht einsehen. Leider. Traurig aber wahr

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  • Jakob am 21.04.2019 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Armut?

    Kaum ein paar Tage für knapp 1 Milliarde Spendengelder für einen "Betonklotz", aber weiterhin Millionen hungernde und durstende Menschen.