Bergretter erzählt

28. Januar 2019 16:00; Akt: 28.01.2019 16:00 Print

«Da wusste ich, dass ich Julen rausholen muss»

Vor knapp zwei Wochen ist der zweijährige Julen beim Spielen in einen 110 Meter tiefen Brunnenschacht gefallen. In der Nacht auf Samstag wurde er tot geborgen. Alle News im Ticker.

Bildstrecke im Grossformat »
Der Sonntagsausflug einer Familie aus dem spanischen Málaga nahm am 13. Januar 2019 ein dramatisches Ende, als der zweijährige Sohn Julen in ein 110 Meter tiefes Erdloch stürzte. Am 15. April 2019 gaben die Pathologen der Gerichtsmedizin und Forensik von Málaga den Autopsiebericht bekannt: Julen starb am 13. Januar gegen 13.50 Uhr, also nur wenige Minuten nach seinem Sturz in den 73 Meter tiefen Schacht. Der Fall hatte die ganze Welt während Wochen in Atem gehalten. 13 Tage nach dem Sturz kam die traurige Bestätigung: Julen ist tot. (Im Bild: Sein Vater, José Roselló, an der Beerdigung seines zweijährigen Sohnes. Der Mann musste sein zweites Kind zu Grabe tragen.) Hunderte Menschen nahmen am 27. Januar 2019 in Totalán an der Trauerfeier für den verstorbenen Julen teil. Ein Sprecher der Guardia Civil gab zwei Tage zuvor den aktuellen Ermittlungsstand zum Fall Julen an einer Pressekonferenz in Totalán bekannt. Victoria García (l.), Julens Mutter, zeigte sich am 26. Januar umringt von Polizei und Rettungskräften – kurz nach Bekanntwerden von Julens Tod. Familienangehörige von Julen in Totalán. Viele Menschen haben sich in der Nähe des Hauses eingefunden, nachdem der kleine Bub am frühen Samstagmorgen tot gefunden worden war. Rettungskräfte haben Julen um 1.25 Uhr in der Nacht auf Samstag leblos im Brunnenschacht aufgefunden. (26. Januar 2019) Die Leiche des zweijährigen Buben wurde nach tagelangen Bohrungen in einer Tiefe von rund 70 Metern entdeckt. Die Eltern des zweijährigen Julen erlebten qualvolle Stunden. (24. Januar 2019) Ein Helikopter der spanischen Guardia Civli transportiert Sprengstoff. (24. Januar 2019) Rund 100 Retter arbeiteten an der Bergung des Kleinen. Auch in der Nacht ging die Suche nach Julen weiter. Die Rettungskräfte waren mit Kameras bis knapp 80 Meter Tiefe vorgedrungen. Dort fanden sie eine Tüte mit Süssigkeiten und einen Becher, die Julen zum Zeitpunkt seines Verschwindens dabeihatte, doch bis zum Buben konnte die Kamera nicht vordringen. Für die Retter stellte die Bergung eine grosse Herausforderung dar, weil der Schacht einen Durchmesser von nur rund 25 Zentimetern aufwies. Die Retter versuchten am 14. Januar, ein neues Loch zu bohren, parallel zu dem, in dem sich das Kind befindet. Vater José Roselló (l.) weinte verzweifelt am Unglücksort. Die Menschen aus Totalán drückten mit einem Marsch und bunten Schildern ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung für Julen und seine Familie aus.

Zum Liveticker im Popup
Zum Thema
Fehler gesehen?

(20 Minuten/sda/afp)